Wie ich wurde, was ich bin: Mein Weg zur Visionärin und Gründerin der Mentorinnen Akademie

Mai 27, 2022 | integrales Mentoring, Persönliches

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Wie ich wurde, was ich bin: Mein Weg zur Gründerin der Mentorinnen Akademie

 

Psssssst, hörst Du sie? Die Spinnräder der Nornen, der Schicksalsweberinnen, die unsere Lebensfäden kunstvoll verknüpfen? Wie sie ganz liebevoll Weggabelungen einspinnen, die uns zu unserer Bestimmung führen.

Wie sie uns immer wieder auf den rechten Pfad zurückführen, auch wenn wir uns noch so gegen unser Schicksal sträuben. Die immer wieder Magie einstreuen, Begegnungen ersinnen und Fallstricke lösen, in die uns unser Ego führt.

Was sie sich wohl gedacht haben, als sie meinen Lebensfaden das erste Mal in Händen hielten? Ich glaube ja, dass dieser vielfädige Strang aus vielen alten Leben zusammengezwurlt wird.

Unsere Seele entscheidet dann bei jedem neuen Schicksalsgewebe gemeinsam mit den Nornen, was für ein Lebenskunstwerk daraus entstehen soll und sie hoffen inständig, dass wir uns nicht allzusehr einmischen.

Hast Du Lust, ein bischen tiefen in mein Lebensgewebe einzutauchen?

 

1978 | Wenn ich groß bin, werde ich ein Psychonaut

Kennst Du die Situation, in der Du als Kind die Erwachsenen einfach nicht verstehst? Meine Mama hat immer wieder manisch-depressive Phasen, die sich mit psychotischen Episoden die Hand geben. Ganz ehrlich: ich verstehe als Kind oft nicht, ob meine Realität oder die meiner Mama die „richtige“ ist. Und so mache ich mich schon ziemlich früh auf den Weg zu erforschen, was denn „Realität“ eigentlich ist.

Ich checke nämlich oft nicht, in welcher Realität sie gerade ist. Mein Weg führt mich über das Wälzen schulmedizinischer Bücher zur Erforschung von Religionen über metaphysische Lektüre bis zu dem Punkt, an dem ich entschließe: ich möchte ein Psychonaut werden, der sein Leben dem Decodieren der größten Geheimnisse des Lebens widmet. Eine Art Indiana Jones der Psyche.

 

ein Mädchen steht auf einem Dach, hat eine Pilotenkappe auf und sieht in den Himmel

wenn ich groß bin, werde ich Psychonaut

1982 | in Papas Fußstapfen

Mit 18 Jahren sehne ich mich nach Klarheit, Stabilität und einem beruflichen Umfeld, das „berechenbarer“ war als die Episoden, Schübe und Phasen meiner Mutter. Obwohl ich mein Abitur in Gestaltung in der Tasche habe, erscheint mir Papas Empfehlung, so wie er Betriebswirtschaft zu studieren und Steuerberaterin zu werden – mit den klaren Regeln, Gesetzen und Richtlinien – als der heilige Gral der Berechenbarkeit

 

Ich stehe als junge Frau vor einer Tafel mit Rechenformeln

Zahlen, Statistiken,Paragraphen und Richtlinien geben mir Halt in stürmischen Zeiten

1982 | Mann, bist Du spießig!

Bekifft schaukelt mein Stiefvater in seiner Hängematte in der Karibik und hört meinen Lebensplänen zu. Kurz zweifle ich und frage mich, ob mir das Leistungskorsett, das ich mir selbst anlege, den Atem nimmt und der gechillte Lebensentwurf meines Stiefvaters besser zu mir passt. Ich bin jedoch schon zu lange daran gewöhnt und so folge ich dem Pfad meines Vaters und lerne, Unternehmen zu beraten.

voll in den 80-ern angekommen

1990 | Ich fühle mich voll erwachsen und bin doch so weit davon entfernt…

…denn eigentlich bin ich nur eine Pflichterfüllungsgehilfin der orangen Leistungsgesellschaft. Ich heirate, bekomme eine Tochter, leite mein eigenes Unternehmen, versuche eine perfekte Ehefrau, Mutter, Unternehmerin und Freundin zu sein. Das Korsett wird immer enger. Bis ich zur Schere greife und die Schnürriemen löse: ich lasse mich scheiden und lecke meine Wunden in einer vierjährigen Auszeit in Spanien…

 

1994 | Ibiza, my love…

Ich packe meine Koffer und nehme mit: meine Tochter, meine Träume und die unbändige Lust, endlich zu leben. Auf Ibiza komme ich endlich mit mir in Kontakt. Ich tanze in einer Flamenco-Compagnie und werde auf der Bühne als Inbegiff der verführerischen „Carmen“ angekündigt. Gut, dass ich beim Tanzen nicht sprechen muss und keiner mein bayrisches Spanisch hört. Ein Freund erkennt, dass mich nach vier Jahren erneut das Abenteuer ruft und schubst mich in die Filmbranche.

im Flamenco finde ich einen verborgenen Teil von mir

 

2000 | die Bilder lernen laufen…

… und ich das Handwerk einer Producerin Schrägstrich „Realisateurin“: ich denke mir Filme aus, suche Sponsoren, buche Moderatoren und Kamerateams, reise in unterschiedliche Länder, überwache das Shooting, texte, überwache Schnitt und Sprecher und erschaffe dadurch keine Meisterwerke. Reisefilme und Motorrad-Sendungen entstehen dadurch.

 

2001 | die Spirits rufen mich

Ein traumatisches Erlebnis lässt mich in Mamas Welt eintauchen. Ziemlich geschockt von dieser unkontrollierbaren Erfahrung mache ich mich auf die Suche nach Erklärungen und lerne einen Psychologen kennen, der mir klar macht: entweder lernst Du, die „nichtalltägliche“ Welt zu meistern oder sie meistert eines Tages Dich.

Mein Interesse ist geweckt und ich lasse mich in den kommenden fünf Jahren in unterschiedlichen schamanischen Traditionen ausbilden.

2002 | ich lerne Brücken zu bauen

Durch das Erforschen und Verweben von Psychotherapie, Ethnologie, schulmedizinischen Wissen, der Entwicklungspsychologie und verschiedener indigener Kosmovisionen lassen in mir ein Bild entstehen, das ich gerne weitergeben will. Die nächsten 20 Jahre widme ich mich diesen Wissensfeldern und baue Brücken dazwischen denn die Welt des „entweder-oder“ wird mir zu eng.

2004 – 2019 | 15 Jahre an der Schwelle zum initiierten Erwachsenen

„Mia lehrt nicht nur das Rad’l – Mia ist das Radl“ sagen Teilnehmer:innen, die ich fünfzehn Jahre lang durchs Medizinrad begleite. Aus den zuerst rein schamanischen Seminaren entwickelt sich meine Art der Persönlichkeitsentwicklung in und mit der Natur und eine zweijährige Ausbildung zum Shamanic Counselor, die Interessenten sowohl in schamanischen Techniken als auch in schulmedizinischen und alternativen Heilweisen unterrichtet. 

 

ich stehe in einem roten Umhang gehüllt vor einem See

Das Medizinrad ist mir und meinen Seminarteilnehmern über lange Zeit ein Zuhause

 

2019 | Bin ich das noch oder: da geht noch was!

Obwohl ich das Gefühl habe, als Lehrerin besser denn je zu sein, geht 2019 innerlich ein Wandel vor, den ich nicht aufhalten kann. Etwas Größeres will geboren werden. Meine Komfortzone wird mir zu eng. Während ich weiterhin Seminare gebe, entdecke ich die Online-Welt und lasse mich darin ausbiden. Ich lerne Online-Seminare zu produzieren – kreiere Content auf Englisch, Deutsch und Spanisch. Meine ersten Babyschritte werden ziemlich belächelt – niemand kann sich in dieser Zeit vorstellen, dass in den kommenden Jahren ein kleiner Virus die gesamte Business-Welt auf den Kopf stellt.

2020 | Spurensuche

Durch die unberechenbaren Lockdowns ist mir schnell klar, dass ich mein Unternehmen zumindest auf eine Hybird-Lösung umstellen muss. Das gelingt ganz gut durch das Wohlwollen vieler meiner Teilnehmer:innen und es entstehen in dieser Zeit spannende neue Online-Seminare

 

Die Online-Welt zieht mich in ihren Bann und manchmal scheitere ich dabei auch kläglich 🙂

 

2021 | get naked or die trying

Ich habe mich vollkommen verheddert. 39 Unterseiten auf meiner Webseite, zig Online-Angebote, Präsenz-Seminare, Ausbildungsangebote – mein Konzept über mich passt nicht mehr zu mir. Ich gehe auf die Suche nach meiner Essenz. Etwas muss sterben. Dank Judith Peters und ihrer Content Society wage ich es immer mehr, mich zu häuten und erschreibe mich neu.  

 

man sieht einen Teil meines Gesichts und dahinter blauen Himmel

Ich häute mich von meinen Konzepten und erschaffe mich neu

 

Januar 2022 | The big shift oder der Sinn des Lebens 2.0 

Sigrun’s Coachingprogramm startet mit einem Kickstart, in dem ein vierwöchiger Online-Kurs entstehen soll. Der intensive Kontakt mit meinen Lieblingskundinnen, das tiefe Nachfragen und Zuhören bringt mir Klarheit, wohin mein Weg geht und plötzlich geht eine Tür auf, die alles vereint, was ich bisher gelebt, erfahren, erlernt und erforscht habe. 

HeuteMeine Vision: eine Welt voller Mentorinnen, die uns bei der seelischen Entwicklung an den großen Lebensschwellen liebevoll zur Seite stehen

Während uns in alten Zeiten Größmütter und weise Frauen an den vier großen Lebensschwellen seelisch-spirituell begleiteten und ins Leben initiierten, werden wir uns heute dabei selbst überlassen. So irren wir jahrelang umher auf der Suche nach dem Sinn, besuchen unzählige Selbsterfahrungskurse, suchen Anerkennung in der Leistung oder verwehren uns dem Leben. Wir brauchen so dringend wie nie diese weise Frauen, denen ich in der Mentorinnen Akademie das Rüstzeug gebe, ihren Platz an den Schwellen des Lebens wieder einzunehmen

 

ich stehe als Mentorin der Neuen Zeit weiß gekleidet aufrecht uns strahlend da

Ich gehe für meine Vision und erschaffe eine neue Bewegung!

 

Ich fühle mich angekommen und erlebe eine tiefe Erfüllung und Sinnhaftigkeit. Das Fragezeichen, das mich die letzten sieben Jahre begleitet hat, hat sich zu einem Ausrufezeichen gestreckt und steht nun sichtbar und aufrecht. 

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12 Kommentare

  1. Hannah Nehlsen

    Ich find es so wundervoll, was du geschrieben hast. Ich hab deinen Blogartikel so gern gelesen.

    Antworten
    • mia

      ich danke Dir von Herzen, liebe Hannah 🙏🏽

      Antworten
  2. Romy Pfyl

    „Ich schreibe mich neu,“ wie schön ist das!

    Dein Bericht hat mich berührt und etwas in mir zum Klingen gebracht.

    Ich freue mich, dass du jetzt auch wieder bei der Content Society dabei bist.

    Mein Motto des Jahres ist: HERZVERBUNDEN.
    In diesem Sinne,

    alles Liebe dir
    Romy

    Antworten
    • mia

      liebe Romy,
      HERZVERBUNDEN ist die Qualität, die och ungemein schätze und och freue mich so sehr, diese in unserem Rudel zu erfahren! Danke Dir von Herzen 💕

      Antworten
  3. Vera l Owlet Grafikdesign

    Liebe Mia,
    ein sehr spannender Weg. Vielen Dank für den Einblick in deine Entwicklung! Ich fühle mich sehr angesprochen davon, da bei mir gerade in den letzten Wochen und Monaten innerlich sehr viel passiert ist, das sich jetzt im Außen zeigen darf.
    Liebe Grüße
    Vera

    Antworten
    • mia

      von Herzen gerne, liebe Vera! Gerade in Umbruchsphasen tut es so gut zu wissen, dass man den Weg nicht alleine geht! Von Weib zu Weib, Mia

      Antworten
  4. Ela

    Hallo Mia,

    was für ein toller Beitrag. Viel durfte ich von dir als Privatperson erfahren, vielen Dank dafür.

    Grüßle Ela

    Antworten
    • mia

      Liebe Ela,
      Danke Dir für Deine Rückmeldung! Ja, ich glaube, das macht eine Mentorin der Neuen Zeit aus: dass sie Frieden mit ihrer Vergangenheit geschlossen hat und ihren Lebensteppich schätzt und ehrt. Von Herz zu Herz, Mia

      Antworten
  5. Susanne

    Eine sehr spannende Geschichte und wenn du jetzt darauf zurückblickst, waren wahrscheinlich alle Schritte notwendig, um genau da anzukommen, wo du bist, also um genau diese Weisheit zu erlangen. Viel Erfolg beim Bewegen und Verändern. ❤️

    Antworten
    • mia

      Danke Dir, liebe Susanne! Ich glaube, die Kunst ist, all die einzelnen Lebensstränge und -fäden miteinander verweben zu können und das Muster zu erkennen, das in dir angelegt ist. Findet man diesen Zugang nicht, bleibt man im Wertefeld von Leistung, Selbstoptimierung und Perfektion, so kann die zweite Lebenshälfte ziemlich freudlos werden. Von Herzen, Mia

      Antworten
  6. Julia Georgi

    Liebe Mia. Mit einer psychisch kranken Mama aufzuwachen ist ein wahrlich unsicherer Start ins Leben. Brücken zu bauen, nicht schwarz und nicht weiß sein, sich immer mehr entpuppen- welch wunderbarer Prozess.

    Antworten
    • mia

      Danke Dir, liebe Julia! Der Weg hat sich gelohnt. Das kann ich jetzt in der Zeit der Ernte gut erkennen! Von Herzen, Mia

      Antworten

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