Ein „Ping“ ließ mich von meiner Arbeit aufblicken. Eine Nachricht blinkte mich auf meinem Handy – fast etwas schelmisch – an : „Schau` mal, das ist doch was ganz nach Deinem Geschmack“… Dazu ein Link.

Fröhliche, pinkfarben gekleidete Frauen jeden Alters blickten mich einladend aus dem Vorschaubild an. Das machte mich neugierig und ich klickte den Link.

Ein pink-türkises Feuerwerk sprang meine Sinne an und ließ mich in eine ganz fröhlichen Energie eintauchen. Die Einladung, die lemondays.de auf dieser Seite aussprach:

„Schreibe einen Blogartikel über weibliche Vorbilder und Frauen,  die Dich inspirieren. Frauen, die die Gesellschaft aufrütteln und umkrempeln. Frauen, die einfach machen. Frauen, die Tabus brechen. Frauen, die sich trauen… Welche starke Frau wirst Du uns vorstellen?“

Meine Gedanken flogen sofort zu einer besonderen Gruppe von Frauen.

  • Frauen, die ins Frau-Sein initiiert sind und den Weg in die Ältestenschaft beschreiten
  • Frauen, die an der Schwelle zwischen dem Tun und dem Sein, den Weg des Seins für sich entdeckt haben.
  • Frauen, die sich auf den Weg gemacht haben, das Niemandsland zwischen 50+ und 80  als Pionierinnen neu zu gestalten – jenseits von Dogmen, Regeln und gesellschaftlichem Rahmen.
  • Frauen, die sich erlauben, langsam in sich hineinzuwachsen. 

Eine Frau, die mich dazu inspiriert, Frauen auf diesem Weg zu begleiten, möchte ich heute vorstellen:

Mariella

 

Lassen wir sie zunächst selbst zu Wort kommen:

Aufgewachsen in der Nachkriegszeit in einem Schloss, umringt von Flüchtlingen, mit eher strengen und traditionellen Lebensprinzipien erzogen. Klosterfrauen leiteten meine Internatsschule.
Mit 20 lernte ich meinen Mann kennen und als wir, nach meiner Ausbildung in Beschäftigungstherapie oder Ergotherapie, wie es heute heisst, heirateten, begann mit 24 Jahren eine, bisher 54 Jahre dauernde, ganz andere Etappe, ein auf einander abgestimmtes Leben mit Höhen und Tiefen, mit Tätigkeiten in Industrie, Landwirtschaft und Begleitung von Großstadt- und indigenen Randgruppen. Neben mehreren Ländern, lebten wie die längste Zeit, 28 Jahre, in Argentinien.
Unsere drei Kinder zog es nach der Schulzeit nach Europa zurück, wir folgten erst vor 10 Jahren und wählten München als unseren Wohnsitz.
Ich bin neugierig, voller Tatendrang und relativ angstfrei wenn es um Äußerlichkeiten geht.
Relativ früh war ich auf der Suche nach den Zusammenhängen des Lebens, die ich verstehen wollte.
Studierte Astrologie, Grafologie. Dann wollte ich anderen Menschen helfen, studierte Radiästesie, die Anwendung von Bachblüten, Reiki und vieles mehr.
Die effektivste Hilfe war in meinem Fall, erst mal bei mir anzufangen die Knoten zu lösen…
Mein Leben ist einfach unendlich spannend und ich bin dankbar für jede Etappe, jede Etappe die ich lebte und wieder beendete, die mir Türen öffnete und wieder schloss, die mein Verständnis erweiterte… 
Ich fand es spannend einen Lastwagen durch argentinische Nächte zu fahren, dem Urwald entgegen. Mate hält einen wach und satt.
Ich liebe es mit dem Pferd in den Anden zu reiten.
Im ersten Pandemiejahr entwarf ich immer neue Muster für die Babydecken, die ich schon im Voraus für meine Urenkel strickte. Da unter den 7 Enkeln nur eine Enkelin ist, werde ich noch etwas länger auf die Verwendung warten müssen.
Natty, eine Art Madre Theresa in Argentinien, die ich oft begleitete erklärte uns: bewegt Euch auf der Ebene der Menschen, zu denen ihr Vertrauen aufbauen wollt. Ist es nicht dasselbe, wenn Therapeuten ihr Gengenüber auf der jeweiligen Stufe abholen?
Übrigens ich bin heutzutage ein Morgenmuffel und liebe es, wenn mein früh aufstehender Mann sich an mein Bett setzt, um mich liebevoll zu wecken.

Ich lernte Mariella im März 2015 bei einer Veranstaltung kennen und war gleich von ihrer wundervollen Art bezaubert, Menschen im Gespräch ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken. Es fühlte sich so an, als ob sich ein wohlwollender Mantel aus Verbundenheit um mich legte, als wir uns unterhielten. 

Die Verbundenheit blieb uns erhalten, denn ich durfte Mariella in den letzten Jahren bei ihrer Suche nach der Essenz ihrerselbst ein Stück weit begleiten.

Den Mut, den sie an den Tag legt, tief in die eigenen Schatten zu tauchen, beeindruckt mich zutiefst. Und auch die Toleranz, mit der sie Herausforderungen meistert, ihre Stärke, gegen den Strom zu schwimmen und ihren feinsinnigen Humor schätze ich unendlich.

Einen Moment möchte ich besonders würdigen: den Tag, als Mariella nach ihrer 4-tägigen Auszeit während ihrer Visionsssuche zurückkam. Nach vier Tagen und Nächten im Freien – ohne Nahrung, ohne festem Dach über dem Kopf, dem Wetter ausgesetzt und nach einer letzten, durchwachten Nacht – kam sie im Basislager an und hatte ein Leuchten in den Augen, das ihr ganzes Wesen erstrahlen ließ. Als hätte sie das Weltengewebe durchdrungen. 

Einem Menschen mit weniger Lebensweisheit wäre es möglicherweise zu Kopf gestiegen, für einen kurzen Augenblick in „die Küche von Mutter Erde“ geblickt zu haben. Mariella zeigte mir auch da sehr klar und liebevoll, wie mit solchen Momenten umzugehen ist: voller Demut und einem kleinen, verschmitzten Lächeln.

Und auch, wenn sie selbst den „Titel“, eine wahrhaftige Älteste zu sein, weit von sich weisen würde, so ist sie mir ein Quell der Inspiration, und spornt mich an, meinen Weg weiter zu gehen.

Derzeit erlebe ich Mariella als Muse und Role-Model eines Kurses, den ich gerade neu kreiere. Er lädt Frauen dazuu ein, sich in ihrer Rolle als Älteste zu erforschen. Und auch da zeigt sie mir, wohin die Reise gehen kann, wenn wir die Zeichen der Zeit lesen: auf eine Welt voller großartiger Älteste, in der wir ihre Weiheit erkennen und sie als die erkennen, die sie sind: Geburtshelfer einer Neuen Zeit!

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