21 Fragen – Alex Andresk im Interview mit Mia Brummer

Aug 15, 2022 | Persönliches

Neulich saßen Alexandra – alias Alex Andresk –  und ich virtuell zusammen. Ein Elbe-meets-Isar-Talk, denn sie erkundet gerade den Norden, während ich in heimischen Gefilden plantsche. Wir sprachen über Dies und Das, über ihr Neues Buch “Geena und der Mückenschiss” und mein Vorhaben, 5 kostenlose Abende anzubieten, in denen ich über den Weg der Frauen vom Tun ins Sein spreche. Da kullerte plötzlich eine Frage vor meine Füße, die ich Alexandra gleich stellte. “Sag’ mal, welche Fragen würdest Du mir in einem Interview stellen?” Ich wusste, dass es keine 08/15-Fragen sein würden. 

Alexandra Meier schreibt skuril-sarkastisch-magische Comic-Fantasy. In kurzen Texten und langen Büchern. Perfekte Zwischendurch-Literatur also, die weder vom anderen Stern, noch von diesem Planeten ist. Irgendwo dazwischen. Eben aus der Anders-Welt.

 

Einen Wimpernschlag später hatte ich die Fragen vor mir liegen. Ziemlich alexandreske Fragen. Die Beantwortung forderte ihre Zeit, denn dazu musste ich tief in mein Inneres tauchen. Ich glaube, ein paar Perlen habe ich dort gefunden…

 

21 Fragen – was Alex Andresk immmer schon von Mia Brummer wissen wollte

Diese Themen findest Du in diesem Blogartikel:

 

1. Sag mal, Gretchen, wie hältst du’s eigentlich mit der Religion?

Mia: Das kommt drauf an, in welchem Kleid sie daherkommt: wird sie durch Lehre und Satzungen als Dogma festgelegt, bin ich weg. Welch’ Anmaßung, sich zwischen mich und dem Göttlichen zu stellen!  Zeigt sich die Religion als Einladung, mich rückzuverbinden, gehe ich gerne ein Stück des Weges mit ihr.

 

2. Hältst du dich eigentlich selber an das, was du lehrst? Erzähl mal!

Mia: Die Ideen dessen, was möglich ist und in Zukunft sein könnte, sind die Leitplanken meines Wirkens – sowohl im Lehren als auch in meinem Leben. Und je mehr ich mich in mich selbst hinein weite, umso entspannter kann ich meine Fehlbarkeit annehmen und der Tatsache, meinen eigenen Ansprüchen immer mal wieder nicht gerecht zu werden. Insofern lerne ich durchs Lehren und lehre, was ich dadurch erlebe. Vielleicht eine Form der Altersmildheit, der ich sehr zugetan bin.

 

3. Warum ist dir eigentlich die Arbeit mit Frauen so wichtig? Bist du ne Kampffeministin oder so?

Mia: Kampf ist nicht so gar nicht mein Ding. Ich bin heilfroh, in einer Zeit geboren zu sein, in der mir großartige Frauen den Weg geebnet haben, mich einem Ruf widmen zu können, in dem es um die Renaturierung des Frauseins geht. Duch die Wiederherstellung von “artgerechten” Lebens- und Wirkräumen für ehemals dressierte Leistungsträgerinnen.    

Mein größter Wunsch ist, eine Form dafür zu finden, die sich nicht aus Wut gebiert, sondern aus Freude und dem WIssen, dass wir Schöpferinnen sind. Was für eine Welt könnten wir kreieren, wenn Frauen für sich einstehen, die eigene Weiblichkeit in ihrer Tiefe ausloten und nach und nach ihre wahre Natur leben.

 

4. Findest du nicht, dass wir bald viel zu viele Coaches oder Mentoren etc haben? Ich mein, wer soll dann noch die normale Arbeit machen?

Mia: Das Anleiten und Begleiten ist Teil unseres Wesens. In früheren Zeiten, in denen es noch keine Schulanstalten gab, war es die Aufgabe der Eltern, Großeltern und Paten, einem Kind die Fertigkeiten zu vermitteln, die es zu einem wichtigen und wertvollen Mitglied des Stammes machten. 

Damals lebte man noch in einer “sowohl-als-auch-Zeit”. Das persönliche Wachstum war eng mit dem Tun UND dem Sein verwoben. Man lernte durch Beobachtung, zum Beispiel der Natur, und transferierte das erfahrene Wissen sowohl auf innere wie äußere Prozesse und Fertigkeiten. 

Heutzutage übernimmt die Schule oftmals die Elternaufgaben und lehren Struktur, Regeln und Grenzen, Coaches übernehmen die Aufgaben der Paten, die anleiten, optimieren und die ihnen Anvertrauten von A nach B coachen und Mentorinnen der Neuen Zeit übernehmen die Aufgabe, die früher den Großeltern oblag: die Begleitung in die Tiefe. 

Vielleicht explodiert die Beratungsbranche gerade so, weil wir in Krisenzeiten einerseits nach Halt und Orientierung suchen und andererseits der Ruf hören, unser Wissen zu teilen und unsere Erfahrung weiterzugeben?

Vielleicht, weil wir uns in Zeiten der Digitalisierung und der damit einhergehenden Entfremdung nach Kontakt, echter Begegnung und Gesehenwerden sehnen?

Ich sehe es pragmatisch: jeder Mensch, der beginnt, sich selbst zu erforschen, sein Handeln und Wirken zu hinterfragen und seine Schattenthemen zu bearbeiten – ein unabdingbarer Teil jeder Ausbildung im Coaching- und Mentoringbereich – ist ein Segen für unsere Gesellschaft. Denn damit wird der Anteil derer, die unreflektiert ihren Ballast über Andere ausschütten, weniger. Das trägt auf jeden Fall zur seelischen Volksgesundheit bei. 

 

5. Was ist denn diese neue Zeit, von der du redest? Wie sieht die aus? Was ist da anders?

Mia: Lass’ mich dazu etwas ausholen. 

So wie sich ein Mensch von der Geburt bis zum Tod entwickelt, entwickelt sich auch die ganze Menschheit. Der US-amerikanische Professor Clare W. Graves hat in den 1950ern diese Entwicklung erforscht und dazu ein erkenntnistheoretisches Modell entwickelt, das er Spiral Dynamics nannte. Dieses Modell erklärt uns unter anderem unsere Werte, unsere Art zu denken und auch, wohin wir uns entwickeln werden.

Graves teilt in seinem Modell unsere Entwicklung als Menschheit in zwei Ebenen ein, die einen eklatanten Unterschied haben: während wir auf der ersten Ebene angstbasiert handeln, beginnt auf der zweiten Ebene eine gewaltige Veränderung in der Art, wie wir die Realität und uns selbst erleben. Dieser Wandel ist der Eintritt in die Seinsdimension.

Darin steckt für mich die Information einer Zeitenwende, der Beginn einer Neuen Zeit.

Die Krise, in der wir uns befinden, hat unsere Werte und unsere Art, zu denken, enorm durcheinandergeschüttelt. Derzeit verändert sich unsere persönliche, spirituelle, soziokulturelle und gesellschaftliche Ausrichtung und lädt uns dazu ein, den Quantensprung von der ersten Ebene zur zweiten zu vollziehen.

Wie die aussieht und was da anders ist?

Die Neue Zeit lädt uns dazu ein, den Fokus auf Verbindendes zu legen und in der Vielfalt einen gemeinsamen Nenner zu finden als Teile, Menschen, Gesellschaften auszugrenzen. Es gilt nicht mehr „wenn Du nicht für mich bist, dann bist Du gegen mich“, sondern ein inkludierendes „let`s agree to disagree“ , das Andersdenkenden erlaubt, eine andere Meinung zu haben.

Ein „sowohl-als-auch“ kann unterschiedliche Perspektiven nebeneinander stehen lassen und sieht sie als Erweiterung an.

Während auf der ersten Ebene der Fokus auf Komparativ und Superlativ liegt und daher immer etwas getan werden muss, um schneller, höher, besser, tiefer etc. zu werden, geht es auf der zweiten Ebene um die Transparenz des Selbst im Sein. Wenn Angst und Aggression nicht mehr Teil des Handlungsimpulses ist, wird dem Handeln die Dringlichkeit genommen.

 

6. Kann man da schon was spüren? Und was ist es, was ich da spüren könnte?

Mia: Veränderung beginnt in einem und zwar dann, wenn das im Aussen Gespiegelte mit dem Innen in Resonanz geht. Daher meine Gegenfrage: spürst Du gerade im Aussen etwas, das in Deinem Inneren in Resonanz geht?

 

7. Was schlägst du vor, was könnte ich alleine tun (also ohne Ausbildung) um in diese neue Zeit reinzurutschen?

Mia: Da taucht in mir sofort das Wort “Renaturierung” auf. Erlebe und erfahre Dich in der Natur. Geh’ mit ihr in Kontakt. Lass’ sie Deine Lehrmeisterin sein. Komme  durch die Natur wieder in Kontakt zu Dir selbst. 

Das kannst Du zum Beispiel durch Medizinwanderungen erleben. 

Suche Dir dazu am Besten eine Gruppe, die Deine Geschichten, die Du von Deinen Wanderungen mitbringst, spiegeln kann und Dir dadurch Zugang zu Perspektiven eröffnet, die Du selbst nicht gesehen hast. Das weitet Deinen Raum.

Wenn Du wieder Kontakt zu Dir selbst hast, dann geh’ in Kontakt mit einem Du. Finde einen Kreis von Frauen, in dem Du das Weib-Sein erfährst. 

Kleiner Exkurs: irgendwann hörte ich den Satz “Mann Sein lernt man unter Männern und Frau Sein unter Frauen. Klar, denn ein Mann kann dir letztendlich nur seine Idee von einer Frau zeigen und die  ist in der Regel eng mit dem Idealbild seiner Mutter verbunden. Männern geht„ natürlich bei einer Frau nicht anders…

Zurück zur Frage.

Erlebe Dich nach dem Eintauchen in eine wohlwollende und nährende Gemeinschaft geborgen im All-eins dem großen Ganzem zugehörig. Dieser Weg ist ein ganz individueller den Du erfährst, wenn Du Dich mit der Quelle verbindest…

 

8. Was würdest du dir von den Medien wünschen, um diese neue Zeit zu unterstützen?

Mia: Raum und Offenheit

 

9. Alle reden immer von den Wechseljahren. Da geht’s um Haarausfall, Hormone, … Worum geht es denn  deiner Meinung nach in den Wechseljahren?

Mia: Um ein sich neu gebären. Nein, vielmehr um ein sich selbst gebären. Bei der ersten Geburt wurden wir ja geboren. Da hatten wir nicht viel Mitspracherecht. Da sprachen andere für uns und formten uns: die Eltern, die Schule, unsere Peer-Group, die Gesellschaft, der Staat, die Medien…Wir lernten, uns zu adaptieren und zu funktionieren.

Sieben mal sieben Jahre lebten wir dabei im Aussen.

Wir definierten uns über unseren Körper, unsere Gefühle und unseren Verstand. Unser Ego steuerte dabei unser Lebensschiff. 

Mit 50 findet jedoch archetypisch eine Wachablösung statt. Die Seele ruft das Ego dazu auf, das Steuer zu übergeben. 

In füheren Zeiten wurde dieser Wachwechsel zeremoniell begleitet: nach der Phase des Verabschiedens aus der roten Phase, des Archetyps der fertilen Frau und der Durchquerung des Niemandslands wurde die Neugeburt der weisen Frau im  Croning-Ritual gefeiert.

Das Wissen um diese Schwelle ist leider im Laufe der  industriellen Revolution verloren gegangen. Seit dieser Zeit messen wir uns über Leistung, Produktivität und Effizienz – solange wir nützlich sind, werden wir benutzt, wie es Luisa Francia in ihrem Gedicht auf den Punkt bringt:

Wo du nützlich bist, wirst du benutzt.

Sei Königin deines eigenen Reiches,

und du wirst wie eine Königin behandelt.

Achte dich selbst, achte auf dich selbst,

und du wirst geachtet.

Verzeih dir selbst –

und alles kommt ins Gleichgewicht.

Sei eigenmächtig – 

und niemand wird Macht über dich haben.

 

Mia: Sie erinnert uns mit diesem Gedicht daran, dass es jenseits von Konsum und Leistung eine Welt gibt, die eine ganz andere Sprache spricht. Eine magische Welt, die uns während unserer egogesteuerten Lebensreise kaum zugänglich ist. Denn solange Du nur die Sprache sprichst, die Dich Deine leistungsorientierte Umwelt gelehrt hat, wirst Du den Ruf Deiner Seele nicht hören.

Vielleicht in Deinen Träumen, vielleicht, wenn Du in der Natur bist…

Um zu Deiner Frage zurückzukommen, worum es meiner Meinung nach in den Wechseljahren geht – genau um diesen Wechsel!

 

 

10. Sag doch mal, wie so eine integrale Mentorin der neuen Zeit aussieht, was sie macht, wie sie’s macht und so!

Mia: Wie sie aussieht? Genau so, wie es sich gut für sie anfühlt. Sie pfeifft auf Konventionen.

Was sie macht?  Das, was sie aus tiefstem Herzen erfüllt. 

Wie sie’s macht? Voller Freude und mit einem schalkhaften Augenzwinkern

Und so? Sie hat Frieden mit sich geschlossen, liebt das Leben und ist voller Neugier auf alles, was da noch kommt.

 

11. Wenn ich spirituell völlig unbeleckt bin, was kann ich tun? Was kannst du tun? Was tut die Ausbildung bei dir?

Mia: Die erste Frage, die ich Dir stellen würde, wäre: willst Du unbeleckt bleiben? Dann musst Du nämlich gar nichts tun. Und ich auch nicht. 

Wenn Du einen Ruf hörst, Dich mit dem Thema Spiritualität zu beschäftigen, dann erforsche, welche spirituelle Tradition Dich neugierig macht. Da gibt es aufsteigende und absteigende – wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, dann empfehle ich Dir dazu meinen Artikel das Paternoster spiritueller Traditionen. Und dann geh’ eine Weile den Weg, zu dem Dich die gewählte Tradition einlädt. Achte darauf, dass Dich dabei kein wertendes Dogma vom Weg in die Freiheit abhält, denn da geht es meiner Meinung nach hin, wenn Du Dich darauf einlässt.

Was ich tun kann? Nichts. Ich hüte eine andere Schwelle, nämlich die, an die wir unweigerlich kommen, wenn wir bereit sind, die Konzepte über uns selbst loszulassen.

Und genau da setzt auch meine Ausbildung zur integrale Mentorin Mentorin an. Was sie tut? Sie nimmt Dich an die Hand und lässt Dich den Weg gehen, den Du später als Mentorin begleitest. 

 

12. Wieso sollte ich eigentlich noch eine Ausbildung machen? Ich hab jetzt bei xy schon so viel Geld gelassen…

Mia: Gegenfrage: wieso solltest Du, wenn Du Klavierspielen lernen möchtest, zu einem Klavierlehrer gehen, obwohl Du schon so viel Geld bei einem Gitarrenlehrer investiert hast, um Gitarrespielen zu lernen?

 

13. Gib mal fünf Stichworte zu deiner Philsophie!

Mia: Ich muss gestehen, ich habe gegoogelt, um Deine Frage beantworten zu können:

“Kerngebiete der Philosophie sind die Logik (als die Wissenschaft vom richtigen Schlussfolgern), die Ethik (als die Wissenschaft vom guten Leben und richtigen Handeln) und die Metaphysik (als die Wissenschaft von den grundlegenden Strukturen der Wirklichkeit).”

Ich möchte anstelle von fünf Stichpunkten drei Fragen stellen, mit denen sich meine Philosophie beschäftigt:

  1. Wie gelingt es mir, im guten Kontakt zum Ich, zum Du, zum Wir und zum Alleins zu sein?
  2. Wie gelingt es mir, mich zu de-identifizieren und Konditionierungsprogramme hinter mir zu lassen?
  3. Wie gelingt es mir, nicht mehr angstbasiert zu handeln, sondern aus reiner Freude  an der kreativen Seins-Dimension?

 

14. Der erste MONA-Durchlauf* war für mich…

Mia: … ein großes Abenteuer! Denn ich ließ mich auf eine ganz neue Form der Co-Kreation ein: ich erschuf die Inhalte der Module aus dem JETZT heraus. Eine Form des Lehrens, an das ich mich bisher nicht heranwagte. Ich lese dabei den Raum bzw. das Feld, in dem ich mich mit den Mentorinnen in Ausbildung befinde und entscheide aus dem Moment heraus, wie ich die Lehreinheit gestalte. Eine Art Blindflug, bei dem ich mich als erfahrener Pilot vollkommen auf meine Fähigkeiten verlasse, sowohl das Feld, die Bedürfnisse und die Umstände zu erfassen. Diese Erfahrung ist so einzigartig, wie die dadurch entstehende Verbindung mit- und untereinander. 

 

15. An der Zeit im MONA-Camp liebe ich am meisten…

Mia: … Du sprichst jetzt von den gemeinsamen Zeiten in der Ausbildung? Ich liebe die Verbundenheit, die durch das gemeinsame Erforschen neuer Räume entsteht. Ich bin so berührt von der Intensität, mit der sich die Teilnehmerinnen austauschen, miteinander üben und dadurch die eigene Tiefen ausloten. Das zeigt mir, dass meine Vision Wirklichkeit wird.

 

 

16. In den letzten drei Jahren habe ich gelernt, dass…

Mia: … wir in stetigen Kreis- UND Pendelbewegungen wachsen. Nicht nur der immerwährende Gang durch das Rad  –  dem Reifen im Wechsel unserer inneren Jahreszeiten – läßt uns wachsen. Es braucht dazu auch die Pendelbewegung zwischen unserem Wunsch nach Individualität  und dem Wunsch nach Zugehörigkeit., also das Fließen zwischen dem IIch und dem Wir. Es ist die Gemeinschaft, die uns den Nährboden gibt, zu wachsen und aus der heraus wir uns immer und immer wieder auf eine Heldeninnenreise begeben. Durch die Dynamik der Bewegungen entstehen Spiralbewegungen, die uns von einer Bewusstseinsebene zur nächsten tragen. 

Erst in den letzten Jahren gelang es mir, das “Eckige” mit dem “Runden” zu verbinden und macht mir Lust darauf, noch tiefer das Gewebe des Seins zu erkunden.

 

17. Die beste Veranstaltung auf der ich jemals war… 

… meine Visionssuche in den Bergen

 

18. Mama hat immer gesagt…

… Du schaffst alles, was Du willst!

 

19. Papa hat immer gesagt…

… lerne etwas, womit Du Dich selbst ernähren kannst 

 

20. Wenn ich ein Lebensmittel wäre, wäre ich… 

… dunkle Chillischokolade. Ich bin eher zartbitter, die Süße ist eher verborgen und ich kann Dir ziemlich Feuer unterm A… machen

 

A.: Hey, Mia! Was für ein Ritt durch deine Welt – oder, wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist es ja die neue Welt. Ich liebe es ja, mich mit dir zu unterhalten und eine Welle um die andere zu surfen. Auch, wenn man dabei ganz schön nass wird 😂. Eine Frage habe ich aber doch noch:  Wie sieht deine oder dann ja auch unsere Welt so in zwanzig, dreißig Jahren aus?  

 

21. Male uns doch mal ein Bild von der Zukunft! Von deiner Vision. 

Mia: Ich hoffe, dass es keine zwanzig, dreißig Jahre mehr dauern wird, bis meine Vision Realität wird:

Es gab einmal eine Zeit, da saßen reife, weise Frauen gemeinsam im Kreis und erschufen Welten, indem sie uns Geschichten erzählten…

Zu ihnen ging man, wenn man herausfordernde Lebensschwellen zu überschreiten hatte. Sie kannten die verborgenen Pfade, und lehrten uns, wie wir an den Herausforderungen wuchsen und daran zu gedeihen und zu erblühen.

Sie begleiteten uns in Krisenzeiten und durch den Wandel.

Dieser Kreis ist heutzutage verwaist.

Es gibt kaum mehr Frauen in der Lebensmitte, die die Wichtigkeit und Notwendigkeit erkennen, ihren Platz in diesem Kreis einzunehmen. 

Sie suchen Anerkennung auf dem Spielfeld der Leistung und sind kreuzunglücklich, wenn man sie kaum noch einsetzt und sie ihre Lebensmitte auf der Ersatzbank verbringen.

Anstatt, dass sie vom Platz gehen und die Reise antreten, zu der sie das Leben auffordert, kleben sie verbittert an der Erinnerung glorreicher Tage und errungener Siege fest. Andere versinken in der Depression und werden unsichtbar.

Es gibt kaum mehr Frauen, die in die Aufgabe initiiert sind, als weise Frau, Frauen in der Lebensmitte auf deren Initiationsreise zu begleiten, damit sie ihren Platz im Kreis einnehmen.

Und da beisst sich die Katze in den Schwanz.

Meine Vision ist, dass ganz viele Frauen in der Lebensmitte den Ruf hören, sich auf die Initiationsreise  begeben, die sie zu weisen Frauen macht, damit sie ihren Platz einnehmen. 

Dort angekommen sind dies die Frauen, die als Begleiterinnen den Frauen zur Seite stehen, die sich auf die archetypische Reise machen um ihren Platz im Kreis der weisen Frauen einzunehmen.

Die Welt braucht weise, reife Frauen, die uns durch den großen bevorstehenden Wandel führen. 

Dies – so prophezeit der Dalai Lama – wird durch die Weisheit der Frauen geschehen.

Sie werden uns helfen, eine neues Narrativ zu finden, indem sie ihre Lebenserfahrung und Weisheit teilen.

Ich möchte eine Bewegung ins Leben rufen, die reifen dabei Frauen hilft, ihre Rolle bei der Gestaltung einer neuen Gesellschaft  zu verstehen. Auf dass sie den Status zurückerlangen, der ihnen zusteht.

Deshalb biete ich die Ausbildung an, die Frauen – während sie den Weg gehen – zu integralen Mentorinnen macht.

 

Ich danke Dir von Herzen, liebe Alexandra, für diese spannenden Fragen, deren Antworten auch mich überraschten! Von Herz zu Herz, Mia

 

MONA-Durchlauf*: MONA ist die Abkürzung für M-entors O-f the N-ext A-ge, mein Begriff für herzliche, wohlwollende, integrale Mentorinnen die den Weg in ein erfülltes Sein gegangen sind und von dort aus voller Humor und Lebensweisheit Frauen vom Tun ins Sein begleiten. Mit MONA-Durchlauf meint Alexandra die Ausbildung zur integralen Mentorin

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