Was ist der Unterschied zwischen einem Coach und einem Mentor?

Feb 13, 2022 | Mentorin der Neuen Zeit

Vor kurzem stellte ich in einem Post die Frage:

„Was ist für Dich der Unterschied zwischen einem Mentor und einem Coach?“

Nie hätte ich gedacht, dass so konträre Antworten dazu eingehen würden:

Aus dem Bauch heraus: Der Mentor stößt eine Entwicklung an. Ein Coach tut das auch, doch er oder sie begleitet hautnah. Dem Coach wird das „Problem“ zugetragen. Der Mentor ist zudem stiller Beobachter im Vorfeld und wird von selbst aktiv, wenn er oder sie Handlungsbedarf sieht.

Für mich liegt da nur ein Unterschied in der Länge meiner Begleitung! Ein Coaching kann lediglich eine Sitzung sein, ein Mentoring hingegen, mache ich über einen längeren Zeitraum hinweg.

Ein Mentor zeigt mir wie es geht. Ein Coach bringt mich dazu, es selbst herauszufinden

Aus der Begabungspädagogik kenne ich das Mentor-Schüler-Verhältnis. Daher meine Idee, der Mentor weiß es, weil er es lebt. Der ist schon da, wo der Mentee hinwill. Und so, wie ich in meinem Coachingstudium den Coach zu definieren gelernt habe, ist sein Feld das des Nichtwissens und der Arbeit aus der noch nicht manifestierten guten Zukunft heraus, indem er als ein Meister seines Coachingprozesses den Coachee dazu geleitet, seine eigenen Antworten zu finden. Er muss nur den Prozess kennen. Die Lösungen kommen dann von allein.

Der Mentor ist voll im Thema drin, das der Mentee für sich erreichen möchte. Der Coach muss das nicht sein, der ist Prozessbegleiter.

Der Mentor hat das Thema selbst durchlaufen und läßt dich an seinen Erfahrungen teilhaben. Von ihm lernst du, wie du dahin kommst, wo er schon ist. Das ist beim Coach nicht unbedingt so. Er ist dem Thema gegenüber neutral und begleitet dich auf deinem Weg auch ohne, dass du das Ziel bereits kennst. Manchmal ist der Weg das Ziel.

Ich bin total dankbar für deine Frage, denn ich bezeichne mich ja auch als Mentorin und hadere doch damit ob man versteht was ich meine damit.

Ganz ehrlich? Für mich ist Coach nur die moderne Formulierung. Früher hieß es Mentor und weil heute alles einen englischen Namen braucht, ist es halt der Coach….und wurde zum Beruf

Mentoren sind für mich väterliche/mütterliche Freunde- so meine akademische Sichtweise- die freundschaftlich zur Seite stehen und Hinweise geben bei Bedarf

Der Mentor gibt konkrete Handlungstipps. Der Coach bietet Hilfe zur Selbsthilfe. Hier entwickelt der Mandant die Lösung.

Mentor*in
Weise Begleiter*in,
die lebt was sie lehrt & ihr Verständnis der Dinge & ihr Wissen teilt, um damit die Tür zu eigen erlebten Erfahrungen zu öffnen
Für mich war ein Mentor immer ein je oder mütterliche Ratgeber, der aus seinem Wissensschatz heraus ein offenes Ohr für mich hat und ansprechbar ist. Für mich ist nicht zwingend nötig, dass der Mentor mir Ratschläge gibt. Der Mentor erzählt von seinem Erfahrungsschatz und ich kann daraus meine Schlüsse ziehen. Der Mentor ist auf jeden Fall schon dort wo ich noch hin will. Ein Mentor hat für mich etwas mit Reife und Erfahrung zu tun. Soweit ich weiß, gibt es keine festen Definitionen dazu.
Coach ist die Methode, Mentor die Weisheit+Methodenvielfalt
Ein Mentor bringt mir die Theorie bei und ein Coach Trainiert mich damit die Theorie in die Praxis umgesetzt werden kann
Mentor gibt Ratschläge, Coach nicht. Der Coach fragt und spiegelt und nimmt den Coachee an die Hand, damit er selbst zu Einsichten kommt.
Für mich ist ein Mentor, das was man im Sport einen Coach nennt. Der weiß es und sagt wie es geht. Davon unterscheidet sich der Coach, der die Antwort nicht kennt. Er hat lediglich Vermutungen (Hypothesen). Aber ich glaube, dass die Klienten das eh nicht so sauber trennen. Zudem beobachte ich einen Trend hin zur Bezeichnung Mentor.
Coach train you. Mentor build you.
Ein Mentor ist für mich so etwas wie ein wohlwollender Freund mit Erfahrung auf dem entsprechenden Gebiet. Coach ist für mich eine Berufsbezeichnung und irgendwie kälter und unpersönlicher

 

Meine erste Reaktion darauf war: wenn sich die Coaches und Mentoren darüber nicht einig sind, wie soll denn ein Mensch, der überlegt, zu einem „Coach“ oder „Mentor“ zu gehen, überhaupt herausfinden, was er braucht?

Die zweite Frage, die ich mir stellte war: hat die Definition möglicherweise damit zu tun, auf welcher Bewusstseinsstufe sich ein Coach oder Mentor befindet? 

Legt man dazu als Orientierungsmöglichkeit z.B. Spiral Dynamics zugrunde, dann hat ein Coach oder Mentor auf der blauen Ebene eine ganz andere Intention und Arbeitsweise als ein Coach oder Mentor auf der orangen Ebene oder auf der grünen Ebene.

Dabei stellt sich für mich die nächste Frage: sollte ein Coach oder Mentor auf der gleichen Ebene sein wie sein e KundIn oder auf einer höheren Ebene wirken?

Ändert sich wohlmöglich die Definition mit der Ebene? Ich kann mir vorstellen, dass ein Mensch, der vorwiegend auf der gelben Ebene lebt und somit

  • zwischen verschiedenen Dogmen und den vorhergehenden Ebenen wechseln kann
  • Flexibles Jonglieren mit Methoden, Modellen, Theorien, um für die aktuelle Situation den passenden Zuschnitt zu wählen, á la Form follows function, kann
  • eigener Modelle & Systeme entwickelt

eine vollkommen andere Form von Coaching oder Mentoring macht.

Nennt er/sie sich dann vielleicht gar nicht mehr Coach/Mentor?

Das Wichtigste ist sicher, dass ein Mentor oder Coach die Sprache der KundIn versteht und sprechen kann. Dann wird sich vielleicht sogar die Frage nach dem Unterschied erübrigen.

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Du bist in Deiner Lebensmitte angekommen und hast keine Lust mehr darauf, Dich nur über Leistung zu definieren? Du bist es leid, Dich endlos selbst zu optimieren und spürst, dass etwas Neues geboren werden will? Du hörst den Ruf, weißt aber nicht, wie Du ihm folgen sollst?

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Ich bin Mia

50 Jahre lang war „schneller, höher, weiter, besser, mehr“ mein Credo. Und das möglichst perfekt. Ich definierte mich über meine Leistung, mein Können und meine Effizienz.

Eine tiefe Lebenskrise in meiner Lebensmitte eröffnete mir einen Pfad jenseits von Leistung und Optimierung. Einen Pfad, der mich zu einem neuen Verständnis von Mentoring führte.

Seitdem vereine ich mein Wissen und meine Erfahrung und bilde Frauen ab 50 zu Mentorinnen der Neuen Zeit aus.

Die Zukunft ist weiblich und wir brauchen kraftvolle Frauen, die den Wandel unterstützen und begleiten!

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