Wann bist Du eine Mentorin?

Jul 22, 2022 | integrales Mentoring

Derzeit sehe ich immer mehr Mentor:innen, die sich einerseits mit diesem Begriff neu positionieren und gleichzeitig den Bezeichnung-Wandel auf dem Beratungsmarkt anprangern. Wann bist Du eine Mentorin? Wer sollte sich Mentorin nennen? Meine Antwort darauf: solange Du Dich als Mentorin rechtfertigst, warum Du Dich Mentorin nennst, bist Du keine Mentorin.

  • Du hast jahrelang Menschen auf ihrem Weg begleitet,
  • Du hast erlernte Techniken weiterentwickelt und hast dich dadurch von „ich bin eine Schülerin von XY“ zu einer Meisterin/Expertin Deines Fachs entwickelt
  • Du bist tief in eigene transformative Prozesse eingetaucht und dadurch selbst den Weg gegangen, den du jetzt begleitest.

 

Wer, wenn nicht Du, kann sich eine „elder“, eine weise, lebenserfahrene Expertin – eben eine Mentorin – bezeichnen?

Elder sind im weitesten Sinne die Hüter:innen der Tradition, des Wissens und dem Leben an sich. Sie sind keine gewählten oder bestimmten Führer, sondern werden dies aufgrund ihrer Kompetenzen und ihrer Haltung. Eine Aura der Authentizität umgibt sie und du hegst keinen Zweifel, dass ihr dieser Platz zusteht.

Eine Mentorin gebiert sich aus sich selbst heraus.

  • Weil es an der Zeit ist.
  • Weil es zu ihrem eigenen Entwicklungsprozess gehört.
  • Weil sie nicht anders kann.
  • Weil sie tief in sich den Ruf hört, sich mit ihrem Wissen und ihrer Weisheit der Gemeinschaft zur Verfügung stellen.
  • Weil sie tief in sich die Mission spürt, dem Leben zu dienen.

 

Ja, es braucht Mut, sich MENTORIN zu nennen.

Und doch kannst du nicht anders, weil du einfach aus dem alten Begriff herausgewachsen bist.

Mit deiner Entscheidung, dich Mentorin zu nennen, nimmst du souverän deinen Platz im Kreis der weisen Frauen ein und wirst als solche sichtbar.

Ja, dieser Platz ist groß und kann erst einmal Angst machen.

Aber es ist deiner, wenn du dem natürlichen Entwicklungsweg folgst: Lehrling, Gesell:in, Meister:in, Mentor:in

Warum gerade jetzt das Feld der Mentor:innen so aufblüht?

Eine Welt im Wandel die lebenserfahrenen, weisen Frauen (und Männer) braucht, die bodenständig und visionär durch das Nadelöhr der Transformation begleiten. Mentorinnen hören den Ruf, nehmen ihren Platz ein und werden dadurch immer sichtbarer.

Reicht es aus, sich einfach Mentorin zu nennen?

Meiner Meinung nach sind drei Faktoren ausschlaggebend:

I. Dein Alter und damit auch Deine Lebenserfahrung

Eine Mentorin ist für mich eine Frau in der Lebensmitte. Sie hat sich aus dem Feld des reinen Coachings und damit aus dem Feld der Bewertung heraus entwickelt. Als Mentorin bewegt sie sich im integralen Feld, wo jede Fähigkeit und jedes Unvermögen seinen Platz findet und als wichtiger Teil im Entwicklungsprozess seinen Platz hat. Und: sie käme nie auf die Idee, sich selbst zu positionieren, in dem sie andere abwertet.

II. Deine Erfahrung auf dem Feld Deiner Expertise

Du bist ein „alter Hase“ auf deinem Gebiet und hast es in seiner Tiefe durchdrungen. 

III. Dein Bewusstsein im Wandel deiner eigenen Entwicklung

Du hast Höhen und Tiefen erlebt und bist dadurch persönlich gereift. Deine Werte bewegen sich weg von der Optimierung und einem „entweder-oder“ hin zu einem „sowohl-als-auch“ und einer holistisch-integralen Sicht. Du integrierst immer mehr Bereiche, die vordergründig nichts mit dem, was du vermittelst, zu tun hat und doch dein Expertise-Feld erweitern. 

Mein Fazit

Ich freue mich auf die Zeit, wenn immer mehr Frauen in der Lebensmitte ihren Platz als selbstbewusste Mentorinnen der Neuen Zeit einnehmen! Diese Position war sehr lange verwaist, da wir in dem Narrativ von „SCHNELLER, HÖHER, WEITER“ lebten, das uns zu lange im Feld des optimierten Tuns hielt und uns danach als „altes Eisen“ aufs Abstellgleis der „Best Ager“ stellte. JETZT ist die Zeit, in der Menschen die Gelassenheit und Zuversicht von Mentorinnen mehr denn je brauchen, um sich neu zu orientieren und den Wandel kreativ zu gestalten!

JETZT ist deine Zeit!

Von Herz zu Herz, deine Mia

Mach den Schnell-Check:

Mentorin-Sein – wär das was für mich? Mach` hier gleich den kostenlosen Schnell-Check!

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Hallo, ich bin Mia

50 Jahre lang war „schneller, höher, weiter, besser, mehr“ mein Credo. Eine tiefe Lebenskrise in meiner Lebensmitte eröffnete mir ein neues Verständnis von Mentoring. Seitdem vereine ich mein Wissen und meine Erfahrung und bilde Frauen in der Mentorinnen Akademie zu integralen Mentorinnen aus. Mehr …

Prachtvoll.Weib.Sein. – Die Story hinter meinem Claim

Wie sehr ich das Wort Weib liebe! Für mich beinhaltet dieses Wort alles, wofür für mich ein erdverbundenes, sinnliches, humorvolles, selbstbewusstes, weibliches Wesen steht. Eine, die sich selbst gefunden hat, die sowohl ihren Verstand als auch ihren Instinkt in...

Monatsrückblick Oktober 2022 – Bali my bittersweet love

Ganz ehrlich, Bali, dieses Mal hast Du`s mir nicht leicht gemacht. Knapp 10 Jahre dauert nun unsere Liebe an. Und ja, ich sagte damals "in guten wie in schlechten Zeiten" - aber mal ehrlich - musstest Du mich dieses Jahr so prüfen`? Dabei fing es am vierten Oktober so...

Meine Midlife-Krise war ein echter Glücksfall!

Djuke Nickelsen rief im Rahmen ihrer Blogparade "Von Au! zu Wow! - diese Lebenskrise war ein echter Glücksfall" dazu auf, Geschichten über gemeisterte Schwierigkeiten zu erzählen, die sich im Nachhinein als Glücksfälle herauskristallisiert haben. Schon fragte ich...

3 Zeichen, dass du eine Mentorin brauchst

Du fragst dich, welche Momente es im Leben gibt, in denen du weniger einen Coach brauchst als eine Mentorin? Hier sind 3 Zeichen, dass du eine Mentorin brauchst. 1. Das Alte trägt nicht mehr Noch vor kurzem war alles in Ordnung. Dir gefiel dein Job, deine Beziehung...

Du willst mir schreiben? Das kannst Du hier:

3 + 6 =