Monatsrückblick November 2021 – ein heisskalter Monat

Kaum zu glauben, dass ich mir Anfang des Monats bei Temperaturen um die 30 Grad ne Abkühlung wünschte! Und jetzt sitze ich bei Minusgraden mit Lebkuchen und heisser Schokolade warm eingekuschelt auf dem Sofa!

Die sechs Wochen Mexiko gingen viel zu schnell vorbei und ehrlich gesagt habe ich sie noch nicht so richtig verdaut. Ich werde mir dazu ein bisschen Zeit nehmen und nach und nach mehr von dem, was ich erlebt und gedacht habe, aufzeichnen.

Egal, wo Du hinfährst, Du nimmst Dich immer mit

Kennst Du die Gedanken „wenn ich erst einmal….“ 

  • …weg aus Deutschland
  • …in der Sonne bin
  • …eine andere Umgebung um mich habe…

dann bin ich freier, kreativer, lebenslustiger oder was auch immer? Pustekuchen. Denn Du nimmst Dich und Deine Sicht auf die Welt immer mit. Da können weder Tequila-Shots oder Mezcal-Infusionen etwas daran ändern. Die Frage ist: wie sehr lässt Du Dich durch die neuen Erfahrungen aufweichen, wie weit lässt Du das Aussen Dich durchdringen, so dass es  Dein Inneres erreicht – wohlmöglich sogar berührt? Mit welchen Augen siehst Du? Sind es die Augen eines Touristen, eines Weltenwandlers, eines Weltverbesserers oder hast Du die Brille eines digitalen Nomaden auf? Siehst Du Gegensätze oder Gemeinsamkeiten? Egal, wo Du hinfährst, Du nimmst Dich immer mit.

Der weise Taxifahrer

Auf dem Weg zum Flughafen trägt mich der Taxifahrer, wie ich Mexico erlebt habe.

Ich erzähle von traumhaften Stränden, freundlichen Begegnungen mit Mexikanern und lustigen Erlebnissen wie das einer Reifenpanne auf dem Weg von Cancún nach Playa del Carmen, bei dem der Taxifahrer zwar einen Ersatzreifen hatte, nicht jedoch den passenden Schlüssel.

Ich erzähle ihm auch von meinen Erlebnissen mit den allgegenwärtigen „Kontaktern“, die in den Touristenhochburgen vor jedem Laden stehen. Wie sie Dich erst sehr freundlich mit einem „Bienvenido“ willkommen heissen, Dich danach sofort auf Englisch drängen, in den Shop zu gehen und etwas zu kaufen: „cheapy, cheapy, cheap“ – alles Superbillig, alles zum Sonderpreis. Du lehnst freundlich ab, gehst weiter und hörst sie auf Spanisch raunen: „und dann hätte ich noch einen Riesenschw…. für Dich, du schlechtge….te Alte!“ Das erste Mal, als ich solche oder ähnliche Worte höre, blieb ich wie festgefroren stehen. Dass ihr Gegenüber ihre Sprache spricht, davon gingen die feixenden Männer wohl nicht aus.

Der Taxifahrer nicht betroffen und meint, dass er diese Geschichten leider schon oft gehört hat.

Wir Mexikaner sind kein Volk der Bücher. Wir lernen durch Beobachten und ahmen nach, was wir sehen. Wir werden von einem Volk überrannt, das zwischen uns eine Mauer aufbaut, die wir bezahlen sollen. Wir werden von einem Volk erniedrigt, das in uns nur Dienstboten sieht, keine Menschen. Die Wut und den Hass schütten wir leider gerade über alle aus, die uns besuchen und lassen sie dafür bezahlen. Auch wenn wir dadurch wohlhabend werden, zahlen wir einen hohen Preis: den Verlust der Menschlichkeit.“

Es wird still. Und ein Trauerschleier zieht melancholisch durch das Fahrzeuginnere.

 

Die zwei Frauen am Strand

Mühsam schleppt sich die alte Frau bei Sonnenuntergang am Strand entlang. WIe lange sie wohl schon unterwegs ist? Kann sie eigentlich die Schönheit des Augenblicks wahrnehmen? Oder fragt sie sich gerade, wie sie mit den paar Pesos, die sie heute eingenommen hat, etwas zu essen auf den Tisch bringen kann? Wie geht sie mit den täglichen abweisenden Blicken der Touristen um? Wie mit der Arroganz der Beach-Club-Mitarbeiter, die sie wegscheuchen? Sie, die eine gebürtige Mujer (Frau) auf der Isla de las Mujeres ist.

Was erzählt sie wohl ihrer Freundin, die sie am Ende eines langen Tages trifft?

 

 

Während ich die beiden beobachte, dreht sich die eine zu mir um und blickt mir in die Augen. In ihrem Blick ist so viel Wärme und eine Würde, die mich tief berührt. Ich lächle sie an und es scheint, als ob wir uns erkennen als die, die wir sind: Wir sind alle Töchter der Erde.

 

   

   

   

Zurück in München musste ich erst einmal verdauen, dass mein langersehntes Seminar „der Westen“ aufgrund der Regelungen nicht stattfinden durfte. Ein harter Schlag, da die großen Präsenz-Seminare meine Haupteinkunftsquellen sind und somit ein weiterer Grund, mich in 2022 wesentlich mehr im Online-Bereich aufzustellen.

Und als in der letzten Novemberwoche kurz die Sonne raus blinzelte, packte ich kurzerhand meine Videoausrüstung und spurtete zu einem naheliegenden See um ein kleines Filmchen zu drehen für eine 5-tägige, kostenlose Veranstaltung, die ich Mitte/Ende Januar anbieten werde – was das genau sein wir? Pssssst – das ist noch geheim! 

 

 

Das letzte November-Wochenende verbrachte ich mit Weihnachtsdeko. Lichterketten anbringen, Sterne basteln, Hörbuch hören und so richtig in den ersten Advent hineinchillen

 

 

Was sonst noch im November  geschah:

  • durch die Zeitverschiebung begann das Wochenend-Seminar „Märchen und Mythen“ für mich morgens um sechs – ich muss gestehen, das ist nicht „meine“ Zeit 
  • ein bewegendes Spiegel-Seminar, in dem wir die Medizinwanderungen des Novembers spiegelten. Zuvor wurde ich unglaublich reich beschenkt zum 1-jährigen Bestehen der kostenlosen Gruppe!
  • ein unglaublich lustiger Call der „Töchter-der-Erde“-Jahresgruppe
  • ich wurde von Michaela Arlinghaus interviewt
  • und so n bisschen „Workation-Urlaub“ in Mexiko hatte ich auch noch

 

Blogartikel, die im November entstanden:

 

Was im Dezember geplant ist:

  • Renate Schmidt, die mich bereits für ihren Podcast Soul Business Talk interviewt hat, und ich, werden uns gegenseitig interviewen. Ich möchte dabei unbedingt erfahren, was es mit ihren Soul-Live-Channelings auf sich hat und ich werde Renate von meiner Idee der turquoise lounge erzählen.
  • gleich am Anfang werde ich 3 Tage lang in Klausur gehen, damit ich endlich meine Angebote für 2022 kreiere.
  • dann hoffe ich, dass das Wochenend-Seminar Hausräucherung stattfinden darf
  • Platzerlbacken mit den „Töchtern der Erde“ und ein Trommelweihe-Ritual stehen an
  • ich bin Gast bei Ulli Lang`s Kamingesprächen
  • und ich freue mich schon närrisch auf mein Online Seminar „erschaffe Dein Wunschmandala für 2022“ zwischen den Jahren

 

von Herz zu Herz, Deine Mia

1 Kommentar

  1. Gisela Jung

    von Gisela Jung:

    Liebe Mia,

    deine Artikel habe ich alle gelesen und mitverfolgt. Ich kann so gut verstehen, dass du jetzt erstmal wieder richtig hier ankommen magst. Ein Teil deiner Seele wird noch in Erlebnissen mit Mexico verbunden sein und ich bin mir sehr sicher, dass du uns an vielen Einblicken teilhaben lässt. Zu dem Zeitpunkt, wo es stimmig ist und hier geteilt werden möchte. Ich wünsche dir von Herzen noch ein gutes Nachklingen und weiteres Ankommen auf allen Ebenen. Herzlichst, Gisela

    Antworten

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