Visionssuche von A – Z: 100 Stunden Einsamkeit | Teil I

100 Stunden Einsamkeit

Visionssuche von A – Z: 100 Stunden Einsamkeit | Mia Brummer erzählt von ihrer eigenen Auszeit

100 Stunden mit mir alleine. Was passiert da? Ohne Ablenkungen, ohne Essen, ohne die Möglichkeit, von sich selbst davon zu laufen. „Die zivilisatorische Schicht“ so hat es der amerikanische Psychologe Robert Greenway formuliert „ist nur drei Tage dick!“  Was geschieht, wenn das „darunter“ hervorkommt? Markus Zielke und Mia Brummer erzählen, was sie dabei erlebt haben.

Mia erzählt  über ihre Auszeit

In den Tagen der Vorbereitung wurde mir klar, dass es um eine tiefe weibliche Wunde ging, die gesehen werden wollte. Unmerklich verschwand in den letzten Monaten meine Periode und ich spürte eine tiefe Trauer über so viel ungelebte Weiblichkeit. Ich hatte mich noch nicht einmal von „ihr“ verabschieden können. Und so war mein Wunsch geboren, mich „da draussen“ im Schoß von Mutter Erde davon verabschieden zu können. 

Muss ich’s mir denn immer so schwer machen?

16 Liter Wasser galt es, an den Visionssuche-Platz zu bringen. Meiner war auf einer Hügelspitze, die mich das ganze Tal überblicken – nein, kontrollieren ließ. Der Wind, der mir da oben jedoch entgegen blies, war klar und schneidend. Als ich endlich am letzten Vorbereitungstag das Wasser und einige weitere Ausrüstungsgegenstände den Berg hochgehievt hatte, saß ich schwitzend und keuchend im kalten Wind und blickte über das Tal. Da unten war eine so wunderschöne Stelle direkt am plätschernden Bach. Geschützt, friedlich und herrlich einladend. „Warum muss ich’s mir denn immer so schwer machen?“ kam mir in den Sinn. Was für eine Erleichterung war in mir, als ich auf dem Hosenboden den steilen Weg nach unten rutschte und die Stelle am Bach als meinen Visionssuche-Platz markierte.

Frau Holles Einladung

Nach dem rituellen Abschied von der Gruppe und dem Eintritt in die Auszeit, spanne ich bei herrlichstem Sommerwetter mein Tarp auf, verstaue mein Gepäck und erkunde die nahe Umgebung. Ich entdecke eine „Sonnenterrasse“, einen blumenübersäten „Vorgarten“ und richte es mir gemütlich ein. Am Ufer „meines“ Baches plane ich die 4 Tage Auszeit. Tag 1: Berg vor mir erkunden, Tag 2: Berg hinter mir erkunden, Tag 3: Tour auf die Spitze des Berges links von mir…

Wie gut, dass mir Mutter Erde einen Strich durch die Rechnung macht!

Am zweiten Tag, erwischt mich ihre Gnade: ich menstruiere! Vollkommen perplex überlege ich, was ich jetzt TUN soll. Milde lächelnd – so scheint es, erhalte ich von Mutter Erde die Antwort: nichts!

Wie geht denn Nichtstun?

Und ich kann gar nicht anders – in den kommenden Tagen lerne ich das süße Nichts-Tun.

Ich sitze die meiste Zeit, wie die Lorelei, auf einem Felsen nahe des Baches, menstruiere so vor mich hin  und tu …… nichts. Und das so, wie Gott mich schuf. Nackt und ohne Scham. Nachmittags wechsle ich auf meinen kleinen Strand, setze mich ins kühle Wasserbecken, schaue den blauen Schmetterlingen zu, die von meiner nackten Haut die Wassertropfen schlürfen und genieße das dolce far niente.

Ok, einmal verliere ich kurz die Contenance. Da liege ich so hingegossen auf meinem Privatstrand und höre plötzlich einen Pfiff. Schon spuken mir Bilder von reschen Almburschen durch den Kopf, die mich beim Baden beobachten. Schamhaft greife ich nach einem Tuch und schau` mich ratlos um. 

Da sehe ich lauter kleine Murmeltiere zwischen den Felsen, die mich anpfeifen. Grinsend entspanne ich mich wieder und freue mich über ihre Gesellschaft.

Ansonsten gibt es nicht viel zu tun. Ich gehe schlafen, wenn die Sonne über die Bergkuppen rollt und sehe auf, wenn sich Aurora, meine Nacktschnecken-Freundin langsam von der westöstlichen Planen-Seite Richtung Zeltdachmitte hochschiebt. Ich träume von vollmondgroßen Pizzarädern und belege sie immer wieder neu. 

Die letzte Nacht

In der letzten Nacht besucht mich dann endlich die Kali. Vor Sonnenuntergang packe ich meine Sachen und richte meinen Steinkreis, in dem ich, meiner Vorstellung nach, eine letzte, entspannte Wachnacht verbringe. Doch ein Unwetter braut sich zusammen. Mit letzter Kraft versuche ich, mich in die Zeltplane einzuwickeln um mich vor dem Regen zu schützen. Doch der Sturm zerrt an allen Seiten und reisst mir immer wieder die Plane aus der Hand. Bis ich so wütend werde, dass ich die Plane loslasse und den Wind anbrülle. Es scheint, als hätte er Spaß gegen mich anzubrüllen und so stehe ich eine ganze Weile mit ihm im Regen und wir brüllen gemeinsam. Irgendwann wird es ein Miteinander und als mir dann irgendwann die Luft ausgeht, wird auch er still. Der Regen hört auf und plötzlich wird es so still und leer, dass die Gnade des Erkennens in mich reinfallen kann…

Hast Du Lust bekommen, mehr über unsere Visionssuche, die wir im August 2021 anbieten, zu erfahren? Dann sprich` uns an! Wir freuen uns auf Dich!

Visionssuche von A – Z: Wir beantworten heute Deine Fragen

Fragen zur Visionssuche

Visionssuche von A – Z: Wir beantworten heute Deine Fragen

“Shut your office and go home” war die Antwort eines Meisters, als ich ihm die hundertste Frage „aber, was, wenn…“ stellte. Übersetzt: Geh´ aus deinem Kopf heraus, schließ` dein Büro und geh` nach Hause in Dein Herz. Doch was machst Du, wenn Deine Ängste und Bedenken so übermächtig sind, dass sie Dich am Nachhause gehen hindern? Wenn sie Dich davon abhalten, Dich vier Tage und vier Nächte Dich in und mit der Natur zu erleben, auf Visionssuche zu gehen? Heute beantworten wir sechs „Office“ – Fragen, die wir nach unserem Aufruf in Instagram und Facebook erhalten haben:

Bin ich verrückt? Warum mache ich das eigentlich?

Verrückt im Sinne von nicht normal, nicht der Norm entsprechend? Das kann ich mit einem klaren „Ja“ beantworten. Denn den Ruf, eine Visionssuche zu machen, hörst Du, wenn das Alte nicht mehr trägt. Wenn Dich Dein normales Leben nicht mehr inspiriert und Du ihm entwachsen bist. Da will etwas Neues gelebt werden, das nicht mehr in das alte Konzept passt. Etwas will ver-rückt werden, eine neue Balance gefunden werden. Und wenn Du diesen inneren Ruf hörst, dann ist im weiteren Schritt das „warum“ gar nicht mehr wichtig und weicht einem „wie“.

 

was mache ich 4 Tage mit mir alleine?
Was mache ich vier lange Tage mit mir alleine?

 

Was mache ich vier lange Tage mit mir alleine?

In den vier Tagen vor Deiner Auszeit wirst Du vom Visionssuche-Team auf die Zeit „da draußen“ vorbereitet. Wir begleiten Dich bei der Frage „wofür lohnt es sich?“. Du gehst also schon mit einer Ahnung von dem, was neu geboren werden will raus in die Natur und hast 100 Stunden Zeit, das ins Leben zu rufen.

Was ist, wenn fremde Menschen kommen?

Grundsätzlich bist Du nicht verpflichtet, Dich den ganzen Tag an Deinem Lager aufzuhalten. Spaziergänger hört man meistens schon aus der Ferne und so kannst Du ihnen gut ausweichen, wenn Du keinen Kontakt haben möchtest. Triffst Du fremde Menschen an, so grüßen sie Dich in der Regel freundlich und beharren nicht auf lange Gespräche, wenn sie merken, dass Du keinen weiteren Kontakt wünschst.

Was ist, wenn es 4 Tage durchregnet?

Auf Deiner Auszeit nimmst Du Planen mit, die Dich vor Nässe von unten und oben schützen. Du baust Dir also einen Unterschlupf, in den Du Dich einkuscheln kannst.

 

was wenn es Vier Tage durchregnet?
was, wenn es vier lange Tage durchregnet?

 

Was genau kann da alles passieren im Innen und Außen?

In dieser magischen Schwellenzeit, wenn Zeit keine Rolle mehr spielt und Du aus dem Alltagsleben herauskatapultiert wurdest, spiegelt sich das Innen im Außen und das Außen im Innen. Es entstehen Synchronizitäten, die neue Perspektiven entstehen lassen und Dich die alte Haut, die definiert hat, wer Du bist, abstreifen lassen. Das Neue hat in diesem Raum viel Zeit und kann sich ohne die Störungen des Alltags wunderbar entfalten.

Und was passiert im Anschluss? Wie kann ich das, was ich erlebt habe, behalten?

Nach der Auszeit erforschen die Teilnehmer der Visionssuche genau diese Frage. Das Erlebte wird im Kreis gespiegelt, das Neue in den Facetten des Spiegels betrachtet und Ideen ausgearbeitet, durch welche Aktionen es im Alltag umgesetzt wird. Es enstehen Zweierteams und Seilschaften, die sich gegenseitig auch nach der Visionssuche beim Integrieren des Erlebten zur Seite stehen. Freundschaften, die oft über Jahre weiter bestehen, denn man ist durch die gemeinsame Visionssuche zu einer Art Familie geworden.

Im kommenden Artikel erzählen Markus und ich, wie wir ganz persönlich die 100 Stunden Auszeit erlebt haben.

Hast Du Lust bekommen, mehr über unsere Visionssuche, die wir im August 2021 anbieten, zu erfahren? Dann sprich` uns an! Wir freuen uns auf Dich!

 

Visionssuche von A – Z: Angst und Selbstsabotage

Visionssuche von A – Z: Angst und Selbstsabotage – von inneren und äußeren Wildschweinen

Träumst Du von wildromantischen Bergen, grandiosen Visionen und einem erfüllten, neuen Leben, wenn Du an die Visionssuche denkst? Dann geht Dir ein wesentlicher Aspekt in der weichgespülten Version verloren, denn Dramen und Konflikte gehören ebenfalls dazu.

Mia und Markus packen aus

Wir teilen mit Dir unsere Ängste und Sabotagemuster, die uns vor und während der Visionssuche überfielen. Denn eines ist sicher: jeder der sich zu dieser Reise aufmacht, wird irgendwann von Ängsten, inneren Widerständen und Sabotagemustern durchgerüttelt.

Markus berichtet über seine Ängste

„Nach der Entscheidung, mich zur Visionssuche in den Bergen anzumelden, fühle ich mich zunächst ganz klar und rundweg positiv. Etwas später überfallen mich Gedanken „Was, wenn wilde Tiere, z.B. Wildschweine, mich anfallen?“ Diese Angst trage ich nun mit mir herum.

Ein paar Mal schon war ich auf Entfernung Wildschweinen begegnet und hatte höchsten Respekt. Ich rede mir ein, dass es wohl darum ginge, sich so in Lebensgefahr zu begeben. Das sei wohl der Preis den ich zahlen müsse, um mir und meinem Anliegen näher zu kommen.  Da die Visionssuche erst ein Jahr später ansteht habe viel Zeit meine Angst heldenhaft mit mir herumzutragen. Erstaunlicherweise unternahm ich auch nichts, um mich näher mit der Realität dieser Ängste zu beschäftigen.

Ein Jahr später. Auf der Visionssuche teile ich meine Ängste mit der Gruppe. Die Leiter lächeln und erklären mir, dass es auf dieser Höhe keine Wildschweine gebe, einzig und allein auf Murmeltieren könne ich meine Ängste projizieren. Später geben sie uns ausführliche Hinweise, wie wir uns verschiedensten Situationen verhalten sollen. Verblüfft stelle ich fest, dass ich ein Jahr lang eine große Angst mit mir herum getragen hatte, die ich sehr schnell hätte aufklären können.

Gar kein so untypischer Umgang mit Ängsten. Ebenso untypisch ist es, dass wir, wenn wir nach dem greifen, was wir wirklich wollen, Ängste auftauchen, die uns davor bewahren und uns in den vertrauten Bahnen belassen wollen.“

Markus berichtet über Selbst-Sabotage 

Markus berichtet weiter: „Wie so oft in meinem Leben habe ich mir gefühlt zu viel aufgehalst. Ein paar Tage vor der Visionssuche beginne ich die Liste mit den benötigten Materialien für die Auszeit anzuschauen. Nun werde ich ärgerlich, wie kann man so eine umfangreiche Liste und so viele Materialien verlangen? Woher soll ich das denn jetzt so Last-Minute noch bekommen? Die Liste hatte ich natürlich schon vor Monaten erhalten.

Gestresst fahre ich in den Baummarkt. Nicht alles bekomme ich in den gewünschten Größen. So ist meine Plane für den Schutz bei Regen wesentlich kleiner, ebenso die Schnüre. Aber ich habe ja nicht viel Zeit.

Mit einem Freund fahre ich los zur Visionssuche. Wir tauschen uns aus über die Vorbereitung. Er hatte sich viel Zeit im Vorfeld genommen, sich informiert und alles sehr ordentlich verpackt. Während wir uns so unterhalten fühle ich mich beschämt, es ist mir peinlich wie nachlässig ich rangegangen war, zum anderen grolle ich mit den Leitern der Visionssuche, und ich bekomme Sorge, dass ich wirklich nicht gut sortiert und vorbereitet bin.

 

das Selbstsabotage-Programm schlägt zu

 

Just in dem Moment durchfährt mich ein Schock: meine Wanderschuhe stehen noch im Flur! Von dem sind wir aber nun zwei Stunden entfernt. Mit Turnschuhen fahre ich los.

Später ein noch größeres Erschrecken als wir unseren eigenen Platz für die Auszeit suchen: laut Voraussage soll es zwei Tage strömend regnen – und meine Plane ist viel zu klein.

Ich teile abends meine Ängste in der Runde und ergebe mich innerlich in mein Schicksal nun auch dem Regen wohl schutzlos ausgeliefert zu sein. Mein Freund kommt mir zur Hilfe, er hat eine zweite große Plane mitgenommen, diese bekomme ich. Das war Glück und Hilfe im letzten Moment.

Natürlich wird mir klar, dass ich dieses Muster der mangelhaften und – mir und anderen gegenüber – verantwortungslosen Vorbereitung immer wieder abspule, wenn es um etwas für mich Wichtiges geht. In meiner Auszeit trete ich bewusst aus diesen Mustern – doch dazu in einem späteren Artikel mehr.

Mia berichtet über ihre Ängste

Nach der Anmeldung zur Visionssuche, die mich zuerst ganz euphorisch in Bildern einer Mia schwelgen ließ, die sehr denen eines weiblichen Indiana Jones glich, bekam ich Muffensausen.

Ich, die noch niemals zuvor gecampt hatte, nie im Zeltlager war oder auch nur ansatzweise Outdoor-Erfahrungen hatte, wollte vier Tage und vier Nächte in der Natur verbringen?

„Alles eine Frage der Vorbereitung“, versuchte ich mich zu beruhigen und begann, mich durch Outdoor-Kataloge zu wühlen, Testberichte über Iso-Matten, Tarps und Schlafsäcke zu checken, Dutzende von Bergstiefeln anzuprobieren und akribisch die Material-Liste abzuarbeiten. Monate zuvor packte und entpackte ich meinen Rucksack und versuchte auf diesem Weg meine Ängste in den Griff zu bekommen. Das ich welche hätte, kam mir gar nicht in den Sinn. Die blendete ich durch wilden Aktionismus aus:

Ich malte mir aus, was ich alles an den Tagen „da Draußen“ unternehmen wollte: Bergwanderungen zur Erkundung meiner Umgebung, Pflanzen sammeln, Steine sammeln für den Wachnacht-Kreis, dazwischen Sonnenbaden für den Teint – ja, ich hatte mir tatsächlich eine „Auszeit-To-Do-Liste“ gebastelt. 

Ich wollte alles unter Kontrolle haben, alles im Griff haben, damit mich nichts unvorbereitet „überfallen“ könnte. 

Mia berichtet über die Gnade, wenn „Etwas“ die Regie übernimmt

Da saß ich nun. Mit durchkreuzten Plänen und einem großen Fragezeichen im Gesicht. Am Nachmittag des ersten Tags, nachdem ich akribisch mein Heim für die nächsten Tage aufgebaut hatte, bekam ich meine Tage. Vollkommen unerklärlich für mich, denn ich hatte das Jahr zuvor bereits keinen Zyklus mehr.  Das brachte mich vollkommen aus dem Konzept. Ich hatte keine Binden oder Tampons mit. Nur vier Päckchen Tempo-Taschentücher. 

 

Visionssuche – manches gilt es auszusitzen

Ich musste es also  „aussitzen“, konnte nicht vor mir weglaufen, musste 100 Stunden mit mir verbringen. Ganz ohne Pläne, ohne To-Do-Listen. 

 

Leben ist das, was passiert,

während Du eifrig dabei bist,

andere Pläne zu machen 

John Lennon

 

Und ich bin dem, was da in meine Pläne eingriff, unendlich dankbar, bei meiner gut getarnten Selbstsabotage nicht mitgespielt zu haben!

Und wo haben sich Deine inneren Wildsäue versteckt?

Welche Ängste kommen Dir, wenn Du daran denkst, was Du wirklich tief im Inneren möchtest?

Wie sabotierst Du Dich immer wieder selbst, wie lenkst Du Dich davon ab, das zu tun was Du als richtig empfindest?

Im kommenden Artikel gibt es ein Q&A über Einwände, Bedenken, Hinderungsgründe und Abwehrstrategien, die uns bei der Überlegung, ob eine Visionssuche ansteht, überfallen könnten.

Hast Du Lust bekommen, mehr über unsere Visionssuche, die wir im August 2021 anbieten, zu erfahren? Dann sprich` uns an! Wir freuen uns auf Dich!

 

Das Stellenangebot der drei Nornen

Das Stellenangebot der drei Nornen

Pst….hörst Du sie? Die Spinnräder der Nornen, die sich nach den Raunächten wieder zu drehen beginnen? Ich nehme Dich heute mit in ihre Werkstatt. Die ist gleich zwischen den Wurzeln der Welten-Esche. Und dort findet gerade eine Revolution statt, denn sie haben sich tatsächlich entschlossen, Azubis anzunehmen. Welche Voraussetzungen da gefordert werden, wen sie am liebsten mit in die Ausbildung nehmen, wie lange das so dauert, Hilfsnorne zu werden und wie so die Vertragsmodalitäten sind, das erfährst Du, wenn Du weiter liest…

Darf ich vorstellen? Die drei Nornen – woher sie kommen und was sie den lieben langen Tag so tun

Vor langer, langer Zeit, als die Menschen noch die große Göttin verehrten, war das Leben eng mit der Natur verwoben und in drei mystische Phasen eingeteilt:

  • in die weiße Phase, dem Frühling, mit seinen Knospen, der Verheißung auf eine Zeit der Fülle. Unschuldig, spielerisch, zart.
  • in die rote Phase, dem Sommer,  der saftigen, nährenden Frucht und
  • in die schwarze Phase, dem Wandel, dem Stillstand und dem Tod, dem Winter des Lebens

Diese Dreiheit wurde im Alpenland durch die Urmutter Hel, die Leuchtende, die auch Frau Holle oder Percht genannt wird und ihren drei Töchtern, den drei Beten, die man auch die drei Moiren oder die drei Nornen nannte, repräsentiert. Eine jede von ihnen ist unwiderstehlich in ihrem Sein und Wirken.

Darf ich vorstellen:

Die Wilbeth, die Ambeth und die Borbeth.

Das sind ihre Namen im Reich der Hollerin. In der Edda nannte man sie Skuld, die Werdende, Verdandi, die Seiende und Urd, die Gewordene. Aber Namen sind ihnen eigentlich „wurscht“. Als Unsterbliche halten sie sich mit diesen Nebensächlichkeiten nicht weiter auf. Sie erscheinen – je nach Laune – blutjung, einladend saftig oder verschrumpelt wie ein zäher, alter Lederapfel.

Was sie den lieben langen Tag so machen? Die eine knüpft den Lebensfaden, die andere spinnt ihn und die dritte schneidet ihn ab.

Dazwischen wird natürlich viel geratscht, gelacht und rumgeblödelt. Denn die Lebensfäden tunkt die Ambeth am liebsten in ihr Freude-Haferl, bevor sie beginnt, sie zu verspinnen. Und weil das ein magisches Töpferl ist, dessen Inhalt sich nie zu Ende neigt, nippen die Drei ganz gerne mal davon und sind davon ganz glücksberauscht.

Und dann fällt Ihnen beim Verspinnen von so manchen Lebensläufen ein Haufen Blödsinn ein und sie würzen sie mit gar wunderlichen Kräutlein.

Derzeit verwenden die drei Nornen ein besonderes Kräutlein

Mir scheint, was sie derzeit am liebsten beimischen, ist das Kräutlein „Hallo wach!“. Und dieses Kräutlein hilft dabei, dass gerade immer mehr Töchter und Söhne der Erde  aufwachen. Sie strecken – noch etwas schlafdamisch  – ihre Köpfe über den Rand des Alltags- Schachterls, das sie in Zeiten des Lockdowns etwas lethargisch gemacht hat.

Sie reiben sich verschlafen die Augen und blinzeln auf all die Welten und Möglichkeiten, die jenseits der Box auf sie warten.  Sie recken und strecken sich und werden sich langsam wieder ihrer Schöpferkraft bewusst. Und wenn sie tief in sich hinein hören, dann können sie auch die Stimmen ihrer Schwestern, den drei Nornen hören:

„Auf geht’s, steh` auf  und komm endlich in Deine Kraft –  wir brauchen Dich!“

Denn gerade findet eine Revolution statt. Noch ist sie in ihren Kinderschuhen, doch sie ist nicht mehr aufzuhalten! Astrologen, Zukunftsforscher, Heiler und Seherinnen verkünden den Shift.

Endlich dürfen sich die eingefahrenen alten Lebens-Muster verändern, sich neu verknüpfen, neue Webarten erfunden werden.  So viele Fäden-Welten finden neue Verbindungswege.

Damit diese neuen Netzwerke in Überschallgeschwindigkeit die Welten durchtränken, haben sich die drei Nornen etwas einfallen lassen.

Und hier kommt das unwiderstehliche Stellenangebot der drei Nornen: ab sofort suchen die Drei Auszubildende!

Am liebsten hätten die Meisterinnen des Schicksals einen wachen, offenen Geist, der in einem richtigen Weib steckt. Sorry Jungs, aber bevor ihr zu Meckern beginnt mal ne Frage:  habt ihr schon mal was von Nornerichen gehört? Na eben! Ihr werden woanders gebraucht. Fragt da mal nach beim „Grünen Mann“. Was der Unterschied zwischen einer Frau und einem Weib ist, habe ich in diesem Podcast erklärt.

Was diesen Töchter der Erde allen gemein ist? Hier sind die „hard facts“ des Stellenangebots:

  • Sie ehren zutiefst ihre Mutter, die Natur und wissen, dass sie ebenfalls Natur sind.
  • Sie kennen ihre inneren Gezeiten, sind ebenso aufmümpfig wie anschmiegsam und
  • lieben ihr weibliches Sein mit all den Komplementärenergien, die das mit sich bringt.
  • Sie sind wild und zart und dem Leben in all seinen Facetten zugewandt.
  • Das wilde Weib schließt nichts aus und wenn sie lacht, dann kreiert sie damit neue Universen. Sie ist. Punkt.

Und das ist auch schon die Stellenausschreibung der drei Nornen. Denn es geht nicht darum, etwas zu tun, in etwas perfekt zu sein oder sich am End` sogar aufzuarbeiten sondern einfach ums Sein. Klingt das verlockend?

Gut so, dann lass diesen inneren Ruf noch ein bisserl köcheln. Denn die Nornen erwählen nichts Lauwarmes. Und wenn Du richtig dafür brennst, dann werde ich Dich hören!

 

 

 

Wie Du ganz kreativ Deine Vision ins Leben rufst

Vision

Ein neues Jahr steht vor der Tür und schon planen wir wie wild, editieren neue To-Do-Listen und schreiben alle guten Vorsätze in Schönschrift auf die ersten Seiten unserer nagelneuen Planer. Neues Jahr – neues Glück; vielleicht klappt es ja dieses Jahr mit der Umsetzung.

Mein Tipp: macht euch das Wissen schamanischer Traditionen zu eigen und kreiert ein Vision Board.

Die Seele denkt in Bildern. Und je bildhafter ihr eure Träume, Wünsche und Ziele gestaltet, umso klarer weiß euer Unterbewußtes, wohin die Reise geht! Das sieht nicht nur schön aus, sondern hat auch einen neurologischen bzw. psychologischen Nutzen: Mit einem Visionboard verankerst Du Deine Ziele in Deinem Unterbewusstsein.

Das Vision Board ist Dein inneres GPS um Deine Träume zu realisieren

Die eigenen Ziele, Wünsche und Träume zu definieren, ist gar nicht so einfach. Du magst zwar wissen, was Du willst, hast aber keinen blassen Schimmer, wie du dort hin kommst? Das Visualisieren verschafft dir Klarheit. „Gedanken sind mentale Energie“, erklärt Wayne Dyer, amerikanischer Psychologe und Selbstverwirklichung-Guru. „Sie sind die Währung, mit der du das bekommen kannst, was du dir wünschst. Lerne, diese Währung nicht für Gedanken auszugeben, die du nicht willst.“ Denn mit einschränkenden Gedanken wirst du nur eingeschränkte Ergebnisse erzielen.

„Ein Vision Board kann eine Blaupause erzeugen, die unsere Wünsche mit unserer Realität in Einklang bringt“

Was ist ein Vision Board ?

Ein Vision Board ist eine Sammlung von Zielen, Motivation und Träumen, die bildlich dargestellt ist. Mit jedem Ziel oder Traum wird also ein Bild verbunden, das dann gemeinsam mit Zitaten und motivierenden Sprüchen als Collage zusammengefügt wird. Dabei kann das Vision Board jeden Bereich deines Lebens umfassen. Deine beruflichen Ziele finden darauf genauso Platz wie die Orte, die du noch bereisen möchtest oder dein Traumhaus, in das du irgendwann mit deiner Familie ziehen möchtest.

Auch der zeitliche Rahmen für dein Vision Board ist variabel. Du kannst dir jedes Jahr eine neue Collage für das Folgejahr anlegen; du kannst dir aber auch genauso gut ein großes Vision Board erstellen, das du in kurz-, mittel- und langfristige Ziele unterteilst. Gerade die zweite Variante macht es dir leicht, auch die ganz großen und allumfassenden Träume und Ziele im Auge zu behalten.

Wie wird ein Vision Board erstellt?

Für ein Vision Board gibt es keine festen Regeln, nur Empfehlungen. Klassische Vision Boards werden gern auf Pinnwänden oder Whiteboards erstellt. Der Vorteil:  Bilder können einfach ausgetauscht werden , wenn beispielsweise ein Ziel erreicht wurde. Digital bieten sich die Möglichkeiten, mit einem Programm wie Pinterest oder Canvas das Vision Board zu erstellen . Eine schöne Idee ist es auch, mit einem digitalen Bilderrahmen zu arbeiten und dort nacheinander die Bilder und Motivationen einblenden zu lassen.

Die Planung des Vision Boards

Bevor es jedoch daran geht, das Vision Board zu gestalten, steht erst einmal die Planung an. Mach dir im ersten Schritt klar, wofür du das Board verwenden willst. Sollen nur die beruflichen Ziele darauf Platz haben oder möchtest du lieber ein „Big Picture“, das sich über alle Lebensbereiche erstreckt? Und für welchen Zeitraum ist das Vision Board für dich ausgelegt? Ein Jahr oder doch eher ein ganzes Leben?

Mit diesen ersten Überlegungen fällt es schon ein wenig leichter, die Ziele zu definieren, die dann später visualisiert werden sollen. Nimm dir für diesen Schritt viel Zeit. Notiere dir, was du wirklich erreichen willst, wovon du träumst und was dich motiviert, deinen Weg zu gehen. Schreibe alles auf, was dir in den Kopf kommt. Ohne Bewertung.

Lass deiner Kreativität freien Lauf

Nun geht es endlich ans Erstellen deines Vision Boards, der kreative Teil beginnt. Mach dich auf die Suche nach tollen Bildern, die genau das ausdrücken, wonach du dich sehnst. Schneide sie aus Magazinen oder drucke sie aus oder nutze sie gleich für dein Online-Board. Wenn du dein Vision Board nur für dich privat nutzt und nicht irgendwo veröffentlichst, darfst du hier nach Herzenslust Bilder klauen – wenn nicht, dann achte aufs Urheberrecht!

Nimm dir für die Auswahl der Bilder Zeit. Träumst du von einem romantischen Urlaub, wähle nicht einfach das nächste Strandbild aus, das dir über den Weg läuft, sondern suche nach dem perfekten Bild, dass dir sofort ein Kribbeln im Bauch verursacht. Dein Ziel ist es, beruflich durchzustarten?  Dann stell dir vor, was es für ein Gefühl sein wird, wenn du es erreicht hast – und suche ein Bild, das dieses Gefühl ausdrückt. Tobe dich hier richtig aus und bewerte nicht, was möglich oder unmöglich ist, sondern erlaube dir richtig groß zu denken!

Lass es wirken!

Wenn dein Vision Board fertig ist, beginnt die eigentliche Arbeit. Das alleinige Erstellen einer solchen Collage ist zwar toll und macht Spaß, wird aber nur unwesentlich einen spürbaren Unterschied bringen. Wichtig ist es nun, dass du das Vision Board auch in dein Leben integrierst.

Bringe es in deiner Wohnung an einem Platz an, an dem du täglich vorbeigehst und es somit immer im Blick hast. Nutze es digital als Bildschirmhintergrund oder stelle dir den digitalen Bilderrahmen auf den Schreibtisch. Schau es dir immer wieder an – nur so hast du deine Ziele und Träume auch wirklich immer vor Augen und dein Unterbewusstsein kann dich dabei unterstützen, sie zu erreichen!

Quelle: http://www.ajoure.de/lifestyle/erfolg-motivation/wie-du-dir-dein-vision-board-erstellst-und-deine-ziele-erreichst/

wie öffne ich einen heiligen Raum?

Fragt man Wikipedia nach dem Wort„Heilig“, erhält man folgende Information:

HEILIG bezeichnet etwas Besonderes, Verehrungswürdiges und stammt wortgeschichtlich von „Heil“ ab, was sich abgeschwächt noch in heil(„ganz“) wiederfindet (vgl. englisch: holy, „heilig“, von whole).

GANZ heißt für mich, dass ich ganz bewusst in Kontakt gehe mit allem, was ist.

Sowohl in wahrhaftigen Kontakt zu mir selbst, meiner inneren Welt als auch mit der Quelle allen Seins, dem Göttlichen, dem All-eins.

Wenn wir den heiligen Raum öffnen, dann lassen wir bewusst den Alltag hinter uns und bereiten uns darauf vor, mit dem Göttlichen in Verbindung zu treten.

Wir rufen archaische Kräfte, die wir mit den Himmelsrichtungen verbinden, laden sie ein und bitten sie, unser Wirken mit ihrer ganz eigenen Kraft zu unterstützen.

Dazu braucht man keine Ausbildung oder Erlaubnis – allein Deine innere Ausrichtung, Dein Entschluss und Deine Intention zählt!

Stell`Dir vor, Du richtest eine Party aus, zu der Du ganz viele verschiedene Gäste einlädst:

  • Die wilden, ausgelassenen Kreativen, die die Tanzfläche zum Glühen bringen
  • die emotionalen, Tiefgründigen, mit denen Du Dich gerne mal in die Küche verziehst und über Gott und die Welt philosophierst
  • die Party-Planer, die schon vor der Party alles organisieren und Dir mit Tipps und Tricks zur Seite stehen
  • die Achtsamkeits-, Vegan-, Yoga-, Meditations-, Healthy Living- People, die irgendwie immer ein paar Zentimeter über dem Boden zu schweben scheinen
  • die Erdigen und die, die eher in höheren Sphären zu Hause sind.

Damit sie alle kommen, brauchst Du zuerst einmal ihre Kontaktdaten, damit Du sie einladen kannst. Das ist relativ einfach, denn sie leben im Süden, Westen, Norden, Osten, Oben oder Unten.

Du stellst Dich also jeweils in die Richtung, deren Kräfte du einladen möchtest, hebst die Hand und rufst sie. Unterstreichen kannst Du die Anrufung zum Beispiel mit einer Rassel, einem Gong, einem Glöckchen oder einem Pfeiffen.

Wie Du sie rufst und einlädst, ist vollkommen Dir überlassen. Es geht nicht darum, einen Text auswendig zu lernen und herunterzurasseln. Es geht vielmehr darum, Deine Gäste persönlich und mit Herz einzuladen. Ob das nun irgendeiner Tradition entspricht, ob Du lieber den Wind, das Feuer, die Erde und die Luft oder andere Spirits einladen möchtest, bleibt Dir überlassen. Deine Party, Deine Einladung.

Bitte vergiß` nicht, Deine Gäste nach der Party – sprich: nach Deinem Ritual, Zeremonie und Heilsitzung – zu verabschieden und Dich für ihr Wirken zu bedanken!

Hier habe ich Dir ein Beispiel für die Öffnung eines Heiligen Raums beigefügt. Er stammt von Alberto Villoldo:

Gebet zum Öffnen des heiligen Raums

An die Winde des Südens,
große Mutter Schlange, wir bitten Dich, komm zu uns, sei unsere Lehrerin in den nächsten Tagen (Stunden), wir bitten Dich, lehre uns den Weg der Sanftheit, den Weg der Schönheit auf Erden zu gehen, lehre uns den Weg der Liebe und der Heilung, how

An die Winde des Westens, Mutter Jaguar, komm zu uns, beschütze diesen heiligen Raum, diesen Ort des Rituals, wir bitten Dich komm zu uns und lass uns heraustreten aus der Zeit, lass uns den Weg finden der Makellosigkeit, den Weg des Kriegers, der keine Feinde hat in diesem Leben und auch im nächsten Leben, den Weg des Friedens, how

An die Winde des Nordens,
 kleiner Kolibri, all Ihr Spirits um uns herum, Ihr Ahnen, und Spirits des Orts, wir bitten Euch, seid heute bei uns, seid unsere Lehrer. Wir ehren Euch, die Ihr um uns seid, die ihr vor uns ward. Ihr kennt die Wege, die alten Wege und die neuen Wege, die kommen werden, seid unsere Lehrer. Wir ehren Euch alle, die vor uns waren und die nach uns kommen werden als Kinder unserer Kinder, how

An die Winde des Ostens, großer Adler, komm vom Platz der aufgehenden Sonne, komm zu uns, nimm uns unter Deine Fittiche, lass uns fliegen Seite an Seite mit dem großen Spirit. Lehre uns, in unserer eigenen Art und Weise zu fliegen, hilf uns, unsere Vision zu entdecken, gib uns die Kraft, Dir zu folgen, how

Pachamama, Pachamamita, Santa tierra,
Mutter Erde, Du bist die große Schöpferin, Du gebärst uns, Du nährst uns und Du nimmst uns zu Dir zurück. Pachamama, wir sind hier, um Deine Kinder zu heilen, die Vierbeiner, die Zweibeiner, die krabbelnden Kriecher, die mit Schuppen, die mit Fell und die mit Federn, alle mit denen wir verbunden sind. how

Vater Sonne, Großmutter Mond,
an alle Sternenbrüder, Ihr lebt im Norden und im Süden, im Osten wie im Westen, , in uns und außerhalb von uns. Großer Spirit, der Du tausend Namen hast und der namenlose Eine bist, der Du eine Million Formen hast und der formlose Eine bist, großer Spirit, wir bitten Dich, sei bei uns und begleite uns in jedem Augenblick, laß uns das Lied des Lebens 
zusammen singen, how

Wie gestalte ich ein Vollmondfeuer?

Vollmond

Du möchtest die Kraft des Vollmondes nutzen, um Dich von Situationen, Gewohnheiten, Orten oder Personen zu verabschieden und gleichzeitig neue Qualitäten ins Leben zu rufen? Dann habe ich hier für Dich ein schönes Vollmondritual.

Sicher hast Du es auch schon mal erlebt: in der Vollmondzeit sind wir besonders sensitiv und reagieren sehr feinfühlig auf die Energien des Mondes. Manche schlafen schlecht, andere haben besonders intensive Träume. In diesen besonders intuitiven Momenten zeigen sich die Wege, die wir wirklich gehen wollen und das, was uns dabei unterstützen kann. Denn die inneren Bilder sind gerade in Vollmondnächten sehr stark und ausdrucksvoll. Eine hervorragende Zeit also, um deinen schöpferischen Kräften Ausdruck zu verleihen und Neues ins Leben zu rufen!

Die Zutaten:
Für ein offenes Feuer draussen:
  • 4 Steine (zur Markierung der Himmelsrichtungen)
  • Anfeuerholz und Zündwolle (bekommst Du in jedem Baumarkt – Du kannst natürlich auch trockene Zweige und Holz im Wald sammeln)
  • Zündhölzer oder Feuerzeug
  • Feuerschale (oder Feuerplatz)
  • Rassel
  • Kleiner Zweig, Ästchen, etwa 5-10 cm lang
Für ein Feuer drinnen:
  • 4 Steine (zur Markierung der Himmelsrichtungen)
  • Kerze
  • Zündhölzer oder Feuerzeug
  • Schale mit Wasser
  • Kleinen Unterteller
  • Rassel
  • Kleiner Streifen Papier etwa 5x2cm lang
Wie geht`s:

Bevor Du loslegst: nimm` Dir ein paar Minuten Zeit und überlege Dir, was Du gerne transformieren/loslassen möchtest.

Und welche Qualitäten möchtest Du ins Leben rufen, damit Dir das Loslassen gelingt?

Dann kann`s auch schon losgehen!

Anleitung für ein gemeinsames Vollmond-Ritual mit Freunden draussen unter freiem Himmel

  • lege vier Steine um die Feuerstelle, die die Himmelsrichtungen markieren
  • schichte
 Holz auf
  • öffne gemeinsam mit den Teilnehmern des Vollmondfeuers den Heiligen Raum
  • gruppiert euch im Kreis um das Feuer
  • entzünde das Feuer
  • lade die Teilnehmer ein, während des Rituals zu rasseln und/oder zu singen
  • Sobald ein Teilnehmer sich gerufen fühlt seine Bitten den Spirits vorzutragen, tritt er in den Kreis, nimmt seinen kleinen Zweig in die Hand und bläst das, was er transformieren und loslassen möchte in das eine Seitenende des Zweiges. Dann dreht er den Zweig und bläst auf der anderen Seite die Qualitäten ein, die er ins Leben rufen will.
  • Der Zweig wird mit einem Dank an die Spirits dem Feuer übergeben
  • Danach geht der Teilnehmer in den Kreis zurück und überlässt seinen Platz am Feuer dem Nächsten – solange, bis alle Teilnehmer ihre Zweige dem Feuer übergeben haben.
  • Es wird so lange gerasselt, bis das Feuer erloschen ist und nur noch die Glut da ist.
  • Dann drehen sich die Teilnehmer bewusst um und treten mit einem großen Schritt vom Feuer weg mit der Intention, die Arbeit den Spirits zu überlassen, die Kontrolle aufzugeben. Allein der „Feuermeister“ kümmert sich um die Asche des Vollmondfeuers – übergibt die Überreste dem Wasser oder gräbt es ein.
  • Der heilige Raum wird gemeinsam geschlossen.

Danach kann man gemütlich zusammen sitzen, mitgebrachte Speisen verzehren und miteinander plaudern.

Anleitung für ein Vollmond-Ritual alleine drinnen
  • lege vier Steine um eine Kerze, die die Himmelsrichtungen markieren
  • stelle eine Schale Wasser bereit (zum Löschen, falls nötig)
  • öffne den Heiligen Raum
  • entzünde die Kerze
  • Sobald Du dich gerufen fühlst deine Bitten den Spirits vorzutragen, nimm einen kleinen Streifen Papier in die Hand und blase das, was Du transformieren und loslassen möchtest in das eine Seitenende des Papiers. Dann drehe es und blase auf der anderen Seite die Qualitäten ein, die du ins Leben rufen willst.
  • Das Papierstück wird mit einem Dank an die Spirits der Kerzenflamme übergeben und zum Verbrennen auf den kleinen Unterteller gelegt.
  • Blase dann die Kerze ganz bewusst aus mit der Intention, die Arbeit den Spirits zu überlassen, die Kontrolle aufzugeben.
  • Übergib die Asche dem Wasser oder der Erde
  • Schließe den heiligen Raum und bedanke Dich dabei bei den Spirits.